B 515 rund eine Stunde gesperrt

Frau nach Unfall in Volkringhausen schwerst verletzt

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Bei diesem Unfall in Volkringhausen wurde am späten Mittwochmorgen eine Frau schwerst verletzt. Die Feuerwehr musste sie aus dem Fahrzeug herausschneiden.

Volkringhausen - [Update: 17.00 Uhr) Schwer verletzt wurde am Mittwochvormittag eine Hagenerin bei einem Verkehrsunfall auf der Mendener Straße in Volkringhausen. Sie hatte als Beifahrerin in einem silberfarbenen Toyota Corolla gesessen, der mit einem Lastwagen zusammengestoßen und anschließend gegen eine Betonwand gepralllt war.

Um die 24-Jährige möglichst schonend aus dem Fahrzeug herauszubekommen, musste die Feuerwehr das Wagendach abtrennen. Die Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Dortmunder Krankenhaus geflogen.

Nach Erkenntnissen der Polizei hatte der aus Fahrtrichtung Balve kommende Toyota-Fahrer aus Hagen (33) gegen 11.45 Uhr in der scharfen Rechtskurve vor der langen Geraden der Mendener Straße am Ortsausgang von Volkringhausen die Kontrolle über seinen Wagen verloren, war mit dem Lastwagen kollidiert und gegen die hohe Betonwand am rechten Fahrbahnrand geprallt.

B 515 eine Stunde lang gesperrt

Zur Unfallursache konnte die Polizei bis Redaktionsschluss noch keine Angaben machen. Der Fahrer des Unfallwagens wurde leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Menden gebracht.

Der Lastwagenfahrer, ein 46-jähriger Mann aus Halver, blieb unverletzt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 10 000 Euro.

Neben der Polizei waren von der Freiwilligen Feuerwehr die Löschgruppen Balve, Beckum und Volkringhausen unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Frank Busche im Einsatz.

Die Bundesstraße 515 war gut eine Stunde lang gesperrt. Das sorgte für erhebliche Verkehrsprobleme, denn wegen eines anderen Unfalls, der sich am Morgen gegen 7.20 Uhr zwischen Beckum und Hövel ereignet hatte, war bis Mittag auch die als mögliche Umleitungsstrecke infrage kommende B 229 dicht.

Lastwagen droht in Bach zu stürzen

Dort drohte ein Lastwagen eine drei Meter tiefe Böschung hinabzustürzen und musste von den Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr sowie einem Spezialunternehmen zunächst aufwendig gesichert werden, bevor die mehrere Stunden dauernde Bergung mit einem Kran beginnen konnte.

Als Grund für den Unfall gab der 56 Jahre alte Fahrer aus Staßfurt (Sachsen-Anhalt) an, in einer Rechtskurve von einem Tanklastwagen, beziehungsweise einem Fahrzeug mit Siloauflieger, geschnitten worden zu sein. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, habe er ausweichen müssen.

Nur knapp an der großen Katastrophe vorbei: An der B 229 zwischen Beckum und Hövel verhinderte einzig ein Baum, dass ein Lastwagen eine Böschung hinab stürzte.

Dabei geriet der 30-Tonner auf die matschige Bankette, rutschte etwa 50 Meter entlang der Leitplanke und prallte schließlich gegen einen Baum. Anschließend kam das Gefährt in erheblicher Schräglage zum Stehen. Die Räder an der linken Fahrzeugseite hingen komplett in der Luft und der Lastwagen drohte die Böschung hinab in einen Bach zu kippen.

„Der LKW wurde offensichtlich nur noch von dem Baum gehalten“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

120.000 Euro Sachschaden

Der Fahrer aus Sachsen-Anhalt erlitt einen Schock und wurde durch einen Rettungswagen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Den Sachschaden gibt die Polizei mit etwa 120.000 Euro an. Weil der andere Lastwagen seine Fahrt unbeirrt fortsetzte, ermittelt die Polizei nun wegen Unfallflucht gegen den Fahrer und sucht nach ersten Erkenntnissen nach einem grauen Tanklastwagen beziehungsweise einer Zugmaschine mit Siloauflieger mit orangefarbenen Streifen und einer HSK-Zulassung.

Zeugen, die den Unfall beobachten haben oder weitere Hinweise auf das gesuchte Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Sundern unter Tel. 0 29 33 / 9 02 00 zu melden.

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