Zwei junge Chirurgen und Einsatz für Dermatologie

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Klinik-Geschäftsführer Thomas Wülle (r.) stellte sich ebenso der Diskussion wie die kaufmännische Direktorin Sabine Marton. ▪

BALVE ▪ In der letzten Ratssitzung des Jahres im Balver Rathaus war die Situation des St. Marien-Hospitals auf die Tagesordnung gehoben worden. In den Haushaltsreden nutzten die Fraktionen die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen.

Der Krankenhaus-Geschäftsführer Thomas Wülle sagte in der Sitzng, dass eine deutliche Fallzahlensteigerung erreicht werden müsse, ansonsten werde das Krankenhaus schließen müssen.

Wülle machte ausschließlich äußere Umstände für die finanzielle Misere verantwortlich, alle kleineren Krankenhäuser seien derzeit ökonomisch am Ende. Alle Einsparmöglichkeiten seien ausgereizt. Angestrebt werde dennoch, die innere Abteilung von einer Beleg- in eine Hauptabteilung umzuwandeln. Die Proktologie solle fortgeführt werden, zudem werde versucht, die Dermatologie ans Haus zu holen. Glück, Zufall und persönlichen Kontakten sei es zu verdanken, dass im Januar zwei junge Assistenzärzte die Chirurgie verstärken würden.

Danach verabschiedete der Rat der Stadt Balve den Haushalt für 2012 mehrheitlich. Der Plan weist jetzt nur noch ein Defizit von 805 000 Euro aus, die Grundsteuer B für private Hauseigentümer wurde zum zweiten Mal in Folge angehoben, die Höhe der Gewerbesteuer bleibt unangetastet.

Der Kämmerer berichtete am Ende der zweistündigen Sitzung, dass es gelungen sei, das Defizit von zunächst gut einer Million Euro um 243 000 Euro zu verringern. Die Erhöhung der Grundsteuer B, die verringerte Kreisumlage und die Regionalisierung der Steuerschätzung hätten das bewirkt. Damit erreiche Balve wieder einen genehmigungsfähigen Haushalt und werde nicht zur Nothaushaltskommune. Allerdings müssten die Kassenkredite von fünf auf 7,3 bis 7,5 Milllionen Euro erhöht werden, so dass eine Entschuldung in weite Ferne rücke.

Von Volker Heyn

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