Prophecy-Festival in der Höhle

Mehr Bands, weniger Zuschauer in Balve

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Elena (von links), Tim, Tanja und Tina kamen aus dem Siegerland und aus Ostwestfalen. Sie campierten an der alten Vogelstange und verbrachten so zwei schöne Tage in Balve.

Balve - Das Prophecy-Festival fand auch im dritten Jahr sein Publikum: Etwa 2500 Besucher waren es, die sich die dritte Auflage am Freitag und Samstag in der Höhle nicht entgehen ließen. Für die Veranstalter Stefan Belda und Martin Koller war es wieder eine gelungene Veranstaltung. Dieses Mal traten 15 Bands auf.

„So viele wie noch nie“, freute sich Ausrichter Belda. Aber: Die Besucherzahlen blieben hinter denen der vergangenen Jahre zurück. Um sich mit dem Prophecy-Festival nach drei Jahren in Folge neu zu orientieren, soll 2018 deshalb eine Pause eingelegt werden.

„Schade“, sagen dazu Elena, Tim, Tanja und Tina aus dem Siegerland und Ostwestfalen, die ihre Zelte auf der Wiese gegenüber der alten Vogelstange aufgeschlagen haben. Die vier besuchen mehrere Festivals im Jahr und sagen über dieses in Balve, an dem sie zum zweiten Mal teilnehmen: „Hier stehen Kunst und Atmosphäre im Vordergrund.“

Liebhaber von Gothic-Rock bis hin zu Black Metal und anderer Stilrichtungen dazwischen finden beim Prophecy-Festival Musik nach ihrem Geschmack: „Diese Bands sind top“, sagen die vier Camper an der alten Vogelstangen.

Noêta spielten ihr erstes Konzert außerhalb Skandinaviens.

Dicht gedrängt stehen die Zuhörer derweil im Höhlenrund und verfolgen die beeindruckenden Auftritte der Musiker, die von Lichteffekten begleitet werden. Dass die Musik eher düster und die Bühne meist in dunkle Farben getaucht wird, in die sich hin und wieder weiße Lichtblitze mischen, gehört mit zum Festival. Die Fans passen sich mit ihrer dunklen Kleidung diesen Musikrichtungen, die sich nicht in nur eine Schublade stecken lässt, an.

Vom Festspielverein, der die Bewirtung übernahm, gab es ein großes Lob. „Die Besucher sind sehr ruhig und diszipliniert“, fassten Gina und Joshua zusammen, die Teil des Thekenteams waren. Routiniert erfüllen die beiden Jugendlichen die Getränkewünsche, auf die die Gäste geduldig, aber nicht allzu lange warten müssen.

Elena, Tim, Tanja und Tina sind zufrieden mit dem, was ihnen geboten wird und genießen zwischendurch die frische Luft auf dem Zeltplatz. Ihr einziger Kritikpunkt: „Es ist relativ teuer im Vergleich zu anderen Festivals.“ 86 Euro kostet ein Festivalticket, dazu kommen 15 Euro für den Zeltplatz und drei Euro für das Parken. „Ein Fest für die Fans, die hier auch unbekannte Bands hören können“, würde in Balve geboten, befanden sie andererseits.

Dass dies im nächsten Jahr pausiert, stellt für die Vier keinen gravierender Einschnitt dar; es gebe noch genügend andere Festivals: „Die Auswahl ist groß genug, auch wenn diese Location einfach einmalig ist.“

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