Zurück in der Backstube: Geflüchteter Bäcker fängt neu an

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Fünf neue Auszubildende starteten am Donnerstag bei der Bäckerei Grote in ihr Berufsleben. Darunter auch Ahmadzia Houssaini aus Afghanistan (rechts)

Langenholthausen - Fünf neue Auszubildende der Bäckerei Grote wurden am Donnerstag mit einem Frühstück von den Geschäftsführern Karl-Heinz Grote und Carl begrüßt.

Am Tisch saßen auch die Ausbilder, Adelgunde Buchgeister für den Verkauf und Julia Thunecke für die Backstube, die am ersten Arbeitstag der neuen Azubis Einblicke in das Berufsleben gaben. 

Jetzt sind die Fünf, die die Bäckerei Grote bisher schon als Aushilfen kannten, fester Bestandteil des Teams mit 240 Beschäftigten. „Ihr seid hier gut aufgehoben“, machte ihnen Adelgunde Buchgeister viel Mut für die dreijährige Ausbildung. „Die Filialleitungen und die Ausbilder begleiten Euch auf diesem Weg.“ 

24 Ausbilder und eigene Paten

Insgesamt 24 Ausbilder gibt es bei Grote. Die neuen Auszubildenden werden außerdem von eigenen Paten betreut. Ab sofort wird die Filiale in Hachen von Laura Hasenclever (20) aus Müschede verstärkt, in das City Café in Balve kommt Patricia Günther (18, Balve). Jannika Schlüter (20) bleibt in einer Filiale in ihrer Heimatstadt Menden. In der Backstube sind Marie Hoffmann (17, Amecke) sowie Ahmadzia Houssaini (26) beschäftigt. 

Seit vier Jahren lebt der gebürtige Afghane Houssaini in Deutschland, mittlerweile in Werdohl. Nach eigenen Angaben hat er in seiner Heimat Kabul acht Jahre eine eigene Bäckerei gehabt. „Die Handgriffe hat er drauf“, bestätigte Karl-Heinz Grote. Den Kontakt hat Houssainis Betreuer hergestellt. Nach einem zweiwöchigen Praktikum im Mai wurden sich beide Seiten schnell einig über eine Bäcker-Ausbildung. Seine Deutschkenntnisse verbessert der Afghane seit sechs Monaten durch die Teilnahme an Kursen. 

Hilfe bei der Wohnungssuche

„Wir kümmern uns um unsere Auszubildenden“, sagte der Senior-Geschäftsführer Karl-Heinz Grote. Bei der Wohnungssuche werde geholfen, aber auch in allen Bereichen der Ausbildung, die übertariflich bezahlt werde: „Wir haben den Anspruch, gut auf die Prüfung vorzubereiten und dabei das Optimale herauszuholen.“ All dies wurde dem Traditionsunternehmen 2018 mit der Urkunde als bester Ausbildungsbetrieb Südwestfalens bestätigt. 

Grote legt Wert darauf, auch in Zukunft ausbilden zu wollen, wobei die Kooperation mit den weiterführenden Schulen im Mittelpunkt stehe. Dabei sollen auch erneut Werbekampagnen mit den Schülern entwickelt werden – die vor zwei Jahren in einer solchen Kampagne entwickelte „Fette Schnitte“ ist noch heute im Grote-Sortiment.

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