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Zumindest für Schüler fährt die Hönnetalbahn wieder

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Von: Julius Kolossa

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Zwischen Menden und Neuenrade fährt die Hönnetalbahn ab dem 11. April für drei Wochen nicht.
Zumindest für den Schülerverkehr fährt die Hönnetalbahn wieder. © Eisenbahnfreunde Hönnetal

Mit Beginn der Schule nach den Weihnachtsferien hatte die Hönnetalbahn auf dem Streckenabschnitt zwischen Fröndenberg und Neuenrade zumindest partiell wieder den Fahrbetrieb aufgenommen, um den Schülerverkehr zu gewährleisten.

Dies hatte unter anderem Klaus Giljohann, kaufmännischer Geschäftsführer der Waldorfschule gefordert, um seinen Schülern nicht deutlich längere Fahrtzeiten zuzumuten.

So setzt die DB Regio bis auf Weiteres montags bis freitags vier Züge ein: 6.08 Uhr ab Fröndenberg mit allen Halten nach Neuenrade (Ankunft 6.49 Uhr); 7.08 Uhr ab Neuenrade mit allen Halten nach Fröndenberg (7.48 Uhr); 13.08 Uhr ab Fröndenberg mit allen Halten nach Neuenrade (14 Uhr); 14.05 Uhr ab Neuenrade mit allen Halten nach Fröndenberg (14.48 Uhr).

Fehlendes Personal und zu wenige Fahrzeuge

Der bisher eingesetzte Schienenersatzverkehr mit Bussen soll vorerst weiterhin vollumfänglich verkehren. Seit dem 21. Dezember fahren – mit Ausnahme des Heiligen Abends – keine Züge auf der gesamten Strecke zwischen Unna und Neuenrade. Zwischen Unna und Fröndenberg haben bekanntlich Dachse den Bahndamm ausgehöhlt. Hier sollen die Reparaturarbeiten mindestens bis Jahresende dauern. Zwischen Fröndenberg und Neuenrade begründet die Bahn die Ausfälle mit einem hohen Krankenstand beim Personal und einer eingeschränkten Fahrzeugverfügbarkeit. Dieser Missstand soll ab Mitte Februar behoben sein.

Johannes Schmoll, Pressesprecher der Eisenbahnfreunde Hönnetal, ist davon allerdings nicht überzeugt: „Ob dann allerdings tatsächlich alle Probleme beseitigt sind, das bleibt abzuwarten.“ Eventuell müsse mit einer länger andauernden Streckensperrung auch zwischen Fröndenberg und Neuenrade gerechnet werden.

Zumindest der Schülerverkehr funktioniert

Deshalb ist Schmoll froh, dass es nun zumindest ein Angebot für den Schülerverkehr gibt. „Die wichtigsten Schülerzüge rollen wieder – und wir hoffen, dass schnellstmöglich auch alle anderen Züge wieder fahren.“ Denn nur eine verlässliche Eisenbahn sei eine sinnvolle und attraktive Alternative zum Auto. „Und das gilt ganz besonders in den ländlichen Regionen, wo das Auto bestimmend ist, wenn es um die Wahl des Verkehrsmittels geht“, sagt Schmoll.

Sei die Streckensperrung im November wegen Bauarbeiten zwischen Neuenrade und Fröndenberg zwar auch schon ärgerlich, aber irgendwo noch verständlich gewesen, seien Fahrzeugmangel und der Mangel an Personal zwar zweifellos auch dramatische Gründe: „Aber es sind doch lösbare Probleme“, fordert Schmoll die Bahn zum Handeln auf.

Weitere Sperrungen drohen

Er und die Eisenbahnfreunde gehen allerdings davon aus, dass es in den nächsten Monaten weitere zeitweise Sperrungen zwischen Fröndenberg und Neuenrade geben müsse, weil Bahnsteige entlang der Strecke barrierefrei umgebaut würden.

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