Zeitreise ins Jahr 1368 an der Luisenhütte

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Das Ferienspiel des Märkischen Kreises an der Luisenhütte läuft seit Dienstag. 34 Kinder und Jugendliche sind in diesem Jahr dabei.

Wocklum - Auch in diesen Sommerferien wurde an der Luisenhütte wieder an der Uhr gedreht, und zwar zurück bis ins Jahr 1368.

In diese Zeit werden die Teilnehmer des Historischen Spiels versetzt, die sich mit der Rolle Balves inmitten der Auseinandersetzungen des Grafen von der Mark, des Erzbischofs von Arnsberg und des Grafen von Arnsberg beschäftigen. Balve wird zum Spielball der Mächtigen, die die Hönnestadt entweder dem kurkölnischen oder dem märkischen Raum zuordnen wollen. 

Franz schreibt auf, was sein Herr ihm sagt. Dass er in den Ferien „arbeiten“ muss, ist für ihn willkommene Ablenkung. Nach einem Jahr Pause ist er wieder beim Historischen Spiel an der Luisenhütte dabei, hat auch wieder seine Freunde Paul und Laurenz mitgebracht. 34 Kinder sind es insgesamt, die an der inzwischen elften Sommerferienaktion des Märkischen Kreises in Wocklum teilnehmen – damit wird das vergangenen Jahr mit 40 Teilnehmern als bislang teilnehmerschwächste Veranstaltung noch unterschritten. 

Liegt es am neuen Termin?

Museumspädagogin Bernadette Lange hat mit einem großen Team auch diesmal wieder das Konzept geplant und auf der Wiese vor der Möllerrampe umgesetzt. Mit der fünften Ferienwoche findet die Veranstaltung eine Woche eher statt als in den Vorjahren. „Vielleicht liegt es am neuen Termin“, versucht Lange die sinkende Teilnehmerzahl zu erklären. 

Historisches Spiel des Märkischen Kreises an der Luisenhütte

Den Anwesenden jedenfalls gefällt, was ihnen geboten wird. Sie bekommen neue Namen und sofort auch einen Beruf. Realschüler Franz wird Schreiber, seine Klassenkameraden Paul und Laurenz gehen in die Metallverarbeitung. Auf der Wiese herrscht emsiger Betrieb, auch in der Lederwerkstatt und bei den Näherinnen und bei der Herstellung von Glasperlen. Diese Perlen sind für die Äbtissinnen als Gesandte des Kölner Erzbischofs. 

Immer wieder neue Anweisungen

Und immer wieder gibt es neue Anweisungen, dass Delegationen bei der Einquartierung und Verpflegung bevorzugt zu behandeln sind, zugleich aber die Arbeit erledigt werden muss sowie eine Treibjagd und ein Turnier vorzubereiten sind. Letztere aber sind als Vergnügen der Hohen Herren anzusehen, wobei den Arbeitern die Aufgabe der Treiber und Helfer zukommen wird. 

Die Zeit vergeht hier wie im Flug; beim Essen der deftigen Linsensuppe sammeln alle wieder neue Kraft. Die brauchen die Mädchen und Jungen noch bis Freitag, wenn sich der Spielverlauf dem Ende nähert und über die Zukunft Balves entschieden wird. So lange bringt jeder Tag neue Überraschungen.

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