„An der Zeit, Geschmack auf Balve zu machen“

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Am Glücksrad vor dem Eingang der Sparkasse ging niemand leer aus. ▪

BALVE ▪ „Der Balver Fachhandel hat einiges zu bieten. Besonders die familiäre Atmosphäre in der Innenstadt ermöglichst ein entspanntes Einkaufen“, stellte Bürgermeister Hubertus Mühling am Freitagmorgen anlässlich der Eröffnung des Happy Einkaufstages fest. Fachhandel und Stadtmarketing führten den Aktionstag zum siebten Mal durch.

Stephanie Kißmer, Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH, wies auf die Erfolgsgeschichte des Happy Einkaufstages am Vortag des Balver Schützenfestes hin, der eingeführt worden sei, weil die Fachhändler ihrer Kundschaft auf diese Weise ein schönes Festwochenende wünschen möchten. Die roten Teppiche, die etliche Geschäftsleute vor ihren Ladentüren ausrollen, würden bereits woanders kopiert.

Doch es waren nicht nur die roten Teppiche, mit denen die Einzelhändler entlang der Hauptstraße ihren Kunden signalisierten, dass sie speziell am Freitag die unumstrittenen Könige sein sollten. Viele Geschäftsleute hatten sich auch kleine Überraschungen ausgedacht, um ihre Kundschaft in gute (Kauf-)Laune zu versetzen. So wartete die Metzgerei Jedowski mit einer neuen Grillspezialität auf, die jeder Passant gewissermaßen im Vorbeigehen und zum Sonderpreis kosten konnte: Die Grillmettwurst könnte demnächst auf so manchem Balver Gartengrill landen. Doch halt: Gepökeltes auf dem Grill? Ist das nicht ungesund? „Das ist überholt. Unsere Wurst wird nach einem speziellen Rezept hergestellt und kann ohne Bedenken auf den Grill“, versicherte Hans-Georg Gehlhaar und gab Wurst um Wurst an neugierige Testesser aus.

Wenige Schritte weiter wartete die Goldbäckerei Grote mit einem anderen kulinarischen Experiment auf: Direkt vor der Ladentür backte Elif Dalkiran frische Waffeln, die man je nach persönlichem Gusto mit Puderzucker bestäubt oder – eben als Herausforderung für den Gaumen – mit Pflaumen genießen konnte.

Bei der Sparkasse war die Aktion zum Happy Einkaufstag Chefsache: Regionaldirektor Anton Lübke höchstpersönlich hatte vor dem Eingang am großen rot-weißen Glücksrad Aufstellung genommen und animierte die Passanten, Fortuna herauszufordern. Zu gewinnen waren hauptsächlich kleine Preise, aber für viele zählte sowieso nur die nette Geste. Trotzdem pries Lübke den größten Preis angesichts des hochsommerlichen Wetters mit launigen Worten an: „Das ist ein Sonnenschirm – er ist aber auch als Regenschirm zu gebrauchen!“

So hatten letztlich ganz viele der Balver Einzelhändler ihren Kunden etwas Besonderes zu bieten. Die Palette reichte von Schnäppchenpreisen über kleine Geschenke bis zu Spielen, bei denen man seinen Rabatt praktisch selbst bestimmen konnte. „Der Happy Einkaufstag ist eine gute Gelegenheit für den Fachhandel, sich zu präsentieren“, fand Bürgermeister Mühling im Moden-Eck von Rita Friederici, die ihre nun schon fünf Jahre währende Selbstständigkeit feierte. „Wenn es so weitergeht, bin ich zufrieden“, sagte die Inhaberin des Modegeschäfts.

Zur Zufriedenheit hatten viele Balver Einzelhändler in den zurückliegenden Monaten nicht immer Grund gehabt. Die lange andauernde Bautätigkeit auf der Hönnetalstraße hatte einigen gehörig das Geschäft verhagelt. Doch diese Durststrecke ist nun vorbei, weshalb auch Bürgermeister Mühling optimistisch nach vorne blickte: „Gerade nach dieser langen Bauzeit ist es nun an der Zeit, dass die Fachhändler für sich werben und Geschmack auf Balve machen“, sagte er. Der Happy Einkaufstag bot dafür die Gelegenheit, die sich viele Geschäftsleute nicht entgehen lassen wollten. ▪ vg

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