Zahlreiche Ritter und der Erzbischof von Köln

Roswitha Schubert von der Stadtbücherei begrüßte die Nachwuchsautorin Anja Grevener (rechts), die gebürtig aus Balve stammt, aber heute in Menden lebt und arbeitet.

BALVE ▪ Ein Ritter am Computer, eine Dame mit einem Kleid wie aus dem Mittelalter neben einer Leinwand – Gegensätze, die gar nicht zusammenpassen wollen und die am Donnerstagabend das Publikum in der Stadtbücherei Balve dennoch in ihren Bann zogen. Von Christian Paul

„Ich freue mich hier sein zu dürfen“, sagte Anja Grevener strahlend – die Dame mit dem mittelalterlichen Gewand. Diese Kleidung hatte ihren Grund, denn die gebürtige Balver Schriftstellerin hat ihren ersten Roman geschrieben und dieser spielt eben im Mittelalter.

„Die Wölfin von Arnsberg“ heißt ihr Erstlingswerk und spielt natürlich auch im Hochsauerlandkreis. Im VHS-Raum der Balver Bücherei begrüßte Roswitha Schubert die Schriftstellerin mit ihrem Mann ganz herzlich.

„Wir haben nicht viele Möglichkeiten die Woche der Bibliotheken mit einem Programm auszufüllen“, bedauerte Roswitha Schubert und freute sich deshalb umso mehr, dass Anja Grevener so kurzfristig für eine Veranstaltung nach Balve kam.

Die Lesung war aber weit mehr, als nur ein paar vorgelesene Auszüge aus dem Roman: Gleich zu Beginn wurden die Interessierten mittels eines Films in die Zeit des Mittelalters mitgenommen. Die „Wölfin von Arnsberg“ wurde so auch mit Filmsequenzen anschaulich gemacht.

Auf die Leinwand wurden Szenen mit Rittern, dem Erzbischof von Köln und natürlich auch Ermengardis von Arnsberg, der Hauptfigur des Romans, projiziert.

Anja Grevener verstand es, ihr Publikum voll in den Bann zu ziehen und die Zuhörer teilhaben zu lassen an den Geschehnissen, die sie erdacht und aufgeschrieben hatte. „Alle Personen die im Roman vorkommen, hat es in der Vergangenheit tatsächlich gegeben“, betonte die Nachwuchs-Literatin anschließend im Zwiegespräch mit ihrem Publikum.

„Doch die einzelnen Geschehnisse und die Charaktere der Personen sind frei erfunden“, erläuterte die Autorin, die mittlerweile in Menden wohnt und an ihren Werken arbeitet.

Die Inspiration, dieses Buch zu schreiben, bekam Grevener durch ihre Leidenschaft für das Mittelalter. In der Ritterschaft „Miles et Vanitas“ ist sie mit ihrem Mann schon seit längerem aktiv. Mit dieser Gruppe lassen die beiden das Mittelalter auch in der heutigen Zeit nicht in Vergessenheit geraten.

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