Nachfolge von Dagmar Freitag (SPD)

Yalcin Geyhan möchte den Märkischen Kreis in Berlin vertreten

Yalcin Geyhan möchte die Nachfolge von Dagmar Freitag als SPD-Kandidat im heimischen Bundestagswahlkreis antreten.
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Yalcin Geyhan möchte die Nachfolge von Dagmar Freitag als SPD-Kandidat im heimischen Bundestagswahlkreis antreten.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende des SPD-Ortsvereins Balve, Yalcin Geyhan (31), möchte in den Bundestag. Geyhan will bei der Bundestagswahl im September als Nachfolger von Dagmar Freitag, die auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidiert, im heimischen Wahlkreis 150 antreten.

Von seinem Ortsverein wurde Geyhan bereits als möglicher Freitag-Nachfolger vorgeschlagen (wir berichteten). Die Entscheidung, wer für die Sozialdemokraten antreten soll, treffen aber erst die Delegierten des SPD-Unterbezirks im Märkischen Kreis bei ihrer Sitzung am 20. Februar. Geyhan geht als Außenseiter ins Rennen. Die bislang einzige Gegenkandidatin ist Bettina Lugk. Die 39-Jährige wohnt im brandenburgischen Ludwigsfelde, ist dort Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung und arbeitet hauptamtlich in der Verwaltung des Deutschen Bundestages. Nominiert wurde sie vom Ortsverein Hennen-Kalthof.

„Erstmals gibt es einen Kandidaten für diesen Bundestagswahlkreis aus Balve“, stellt sich Geyhan der Herausforderung. Der gelernte Jurist ist seit acht Jahren SPD-Mitglied, seit 2015 als Sachkundiger Bürger und seit der Kommunalwahl im September auch als Ratsherr in der Balver Politik aktiv. „Ich liebe unsere Heimat und möchte für die Interessen unseres Märkischen Kreises in Berlin streiten“, sagte Geyhan.

Kontakt zu den anderen Ortsvereinen gesucht

Werbung für sich bei den Delegierten zu machen und mit diesen ins Gespräch zu kommen, gestalte sich coronabedingt allerdings schwierig. „Jedoch sollte man aus jeder Möglichkeit das Beste rausholen. So fanden sehr angenehme, interessante Gespräche via Zoom und auch Telefonkonferenzen statt“, sagte Geyhan. Dem 31-Jährige ist selbst bewusst, „dass man als Balver Kandidat nicht allseits bekannt ist im Kreis“. Daher müsse der Kontakt zu den anderen Ortsvereinen gesucht werden.

Eine Aufgabe, die Geyhan Spaß mache. „Jeder Ortsverein und jede Stadt hat ganz besondere Präferenzen und Vorlieben. Diese zu hören, darüber zu reden, was man gemeinsam bewerkstelligen kann und was ich gerne vorantreiben möchte, war und ist sehr erfüllend.“ Viele Kontakte hat er seit Oktober und der Nominierung durch die Balver SPD bereits geknüpft, weitere sollen bis zum 20. Februar folgen.

Zeichen gegen Hass und Rechtsextremismus setzen

„Ich will mit meinem politischen Engagement auch ein Zeichen setzen gegen Hass und Rechtsextremismus“, erklärte Geyhan seine Motivation. Aber er möchte sich auch für die Unternehmen im Märkischen Kreis einsetzen, damit diese zukünftig mithalten können im digitalen Zeitalter. Zudem soll die Region für junge Familien attraktiver werden. „Ich hoffe, dass sich die Delegierten für mich entscheiden, und dass ich für unsere Heimat aktiv sein darf.“

Sollte Geyhan das Rennen machen, könnte er es mit einem prominenten Gegner zu tun bekommen. Denn die CDU dürfte ihren Bundesgeneralsekretär Paul Ziemiak im Wahlkreis 150 aufstellen.

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