Die Wünsche der Balver für das Jahr 2018

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Rolf Biggemann, Vorsitzender vom Balver Fachhandel, hofft in diesem Jahr auf eine Belebung der Innenstadt.

Balve - Mit der letzten Sekunde von 2017 haben sich am Sonntag auch alle für das alte Jahr gefassten Vorsätze und Wünsche in Luft aufgelöst. Da kam 2018 am Montag gerade zur rechten Zeit für einen Neuanfang. Bei Sekt, Wunderkerzen und Raketen wurde sich Gesundheit, Glück und Erfolg für Familie, Schule und Beruf gewünscht.

Für manche Balver aber muss es nicht unbedingt die Fußball-Meisterschaft sein, die das neue Jahr zu einem Erfolg macht. „Es soll in Ruhe beginnen“, wünscht sich Ludger Fabry, Hausmeister im St.-Johannes-Altenpflegeheim. Zum Jahresende 2017 sei es sehr anstrengend gewesen, vor allem, weil er bei seiner Arbeit nur stundenweise unterstützt werde. Da hilft die Routine, die Fabry, ein Mann der ersten Stunde in diesem am 2. Januar 1995 eröffneten Heim, inzwischen mitbringt. Außerhalb des Jobs steht für ihn in diesem Jahr eine Reise nach Kanada im Mittelpunkt. Sieben Mal sei er schon dort gewesen, jedes Mal ein neues Erlebnis: „Da freue ich mich ganz besonders drauf.“ 

Bescheidener ist da Rolf Biggemann, Vorsitzender vom Balver Fachhandel, für den es schon ein Erfolg wäre, wenn sich die Diskussion über die Innenstadtentwicklung nach mehr als drei Jahren dem Ende zuneigen und endlich Taten folgen würden. Der Mini-Kreisel gehöre dazu, die Aufwertung des Innenstadtbereichs durch die Neugestaltung der Seitenstraßen und des Drostenplatzes. „Es muss in Balve weiter voran gehen“, wünscht er sich. 

Wiederbelebung der Innenstadt 

Dabei blickt er besorgt auf leerstehende Geschäfte: „Dieser Verlust an Attraktivität tut unserer Kleinstadt weh.“ Ein Patentrezept für die Wiederbelebung der Geschäfte hält aber auch er nicht bereit, weiß aber, dass es auf Dauer nicht angehen kann, wenn nur die Lebensmittelversorger vor den Toren Balves für Belebung sorgen. Rolf Biggemann: „Wir Einzelhändler punkten dafür mit Service und Einsatz.“ 

Mit diesem Engagement wie Biggemann ist auch das Bündnis für Flüchtlinge bei der Sache. Seit 2015, mit dem Eintreffen vieler Flüchtlinge in der Hönnestadt, gibt es diese Institution, die mit Deutschkursen und Hauspaten einen Beitrag zur Integration leistet. Nach wie vor gibt es 30 Paten, darunter auch vier Flüchtlinge, die schon länger in Balve sind, um den Neuen den Weg zu bereiten. 

Neue Herausforderung Hausaufgabenbetreuung

Birgit Schäfer und Engelbert Falke, Bündnis-Mitbegründer, können den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz nicht genug danken. Sie haben immer die Gesamtentwicklung im Blick und wissen daher: „Unsere neue Herausforderung liegt in der Hausaufgabenbetreuung.“ Neu ist dieses Projekt nicht, denn 2016 wurde es mit zehn bis 15 Kindern in der Balver Grundschule angeboten, musste aber aus beruflichen Gründen der Betreuer wieder eingestellt werden. 

Inzwischen sei die Situation so, dass mehr Kinder unter den Flüchtlingen mit Bleiberecht sind, und für die solle es eine Perspektive für die Zukunft neben dem Schulbesuch geben. Ab der 5. Klasse – den Grundschülern steht die Offene Ganztagsbetreuung zur Verfügung – soll Unterstützung bei den Hausaufgaben gegeben werden. „Jeder kann bei der Betreuung mitmachen“, will Schäfer das Unterstützerteam breit aufstellen. Zwei Meldungen liegen laut Schäfer vor, weitere können und sollen folgen. 

Informationen gibt es bei Birgit Schäfer, Tel. 0 23 75 / 36 89, und Engelbert Falke, Tel. 0 23 75 /31 32.

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