48 Rollen Kunstrasen für die Segway-Polo-EM

Der Kunstrasen soll so schnell wie möglich im Reitstadion verlegt werden.

BALVE ▪ 48 Rollen Kunstrasen sind am Mittwoch vor dem Reitstadion Wocklum mit einem Radlader von drei Lastwagen abgeladen worden, jede Rolle ist eine Tonne schwer. Sie werden für die dritte Segway-Polo-EM benötigt, die vom 4. bis 6. Oktober in Wocklum stattfinden soll. Insgesamt lagern dort nun etwa 6000 Quadratmeter des Produkts aus dem Bayerischen Raum, das als Spielfeldbelag für die Mannschaften dienen soll.

Die Auslegearbeiten sollten so schnell wie möglich beginnen, doch noch war der Boden im Reitstadion zu nass. „Ist er genügend abgetrocknet, werden wir sofort mit dem Ausrollen beginnen“, erklärt Wolfgang Werth, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der „Balver Mammuts“, die als Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister die Europameisterschaft 2012 durchführen werden. „Nicht angemeldet hat sich das Team aus Irland. Abgesagt wegen eines Beinbruchs des Kapitäns haben die Italiener“, stellte er das aktuelle Teilnehmerfeld mit sieben Mannschaften aus Deutschland, zwei aus Schweden, zwei aus dem Libanon und jeweils aus Barbados, der Schweiz und Australien vor. Gespielt wird die Vorrunde in vier Gruppen, danach das Achtelfinale, worauf durch das KO-System die Teilnehmer für Viertel- und Halbfinale sowie das daraus resultierende Finale ermittelt werden.

Wenn Bürgermeister Hubertus Mühling am Donnerstag, 4. Oktober, um 10 die Veranstaltung eröffnet dann dürfen sich die Besucher auf spannende Spiele freuen, die beim Segway als „Chukka“ bezeichnet werden. Vier mal acht Minuten dauert ein solches, bei dem fünf Spieler von jeder Mannschaft versuchen, den Vollschaumstoffball mit einem Durchmesser von 10,2 Zentimeter möglichst oft im gegnerischen Tor unterzubringen.

Dafür legen sich die „Mammuts“ richtig ins Zeug, denn der Zeitplan und die bis zum Anstoß erforderlichen Arbeiten bringt die Männer und Frauen ins Schwitzen. Zwei Spielfelder, jeweils 61 x 39 Meter, müssen ausgelegt werden, ein Feld längs, das andere quer. Wolfgang Werth: „Die Spielfelder müssen abgesteckt und die Tore aufgestellt werden.“ Auch die Zelte für die Besucher, für die ein Rahmenprogramm mit Lang-Bogenschießen und einem Trampolin vorgesehen sind, gehören dazu.

Die 6000 Quadratmeter Kunstrasen könnten durchaus in Balve bleiben, haben doch die „Balver Mammuts“ die Option den Rasen, den sie für 3,50 Euro pro Quadratmeter gemietet haben, für diesen Preis zu kaufen. „Gelagert wird er dann in Wocklum, gespielt werden kann entweder im Reitstadion, auf dem Fußballplatz im Krumpaul oder unserem neuen Trainings- und Spielgelände auf der Fläche der Beachvolleyball-Anlage“, teilten Werth und Kai vom Lehn, Captain der erfolgreichen Segwayspieler, mit.

Auch zukünftig soll auf dem Sportgelände am Krumpaul Beachvolleyball gespielt werden können, nur dann an anderer Stelle. Gespräche in dieser Richtung mit dem Besitzer seien bisher positiv verlaufen, so dass die Planungen immer weiter voranschreiten: Trainieren und spielen werden die Mammuts dann auf der 60 x 35 Meter großen Anlage, abgesprochen werden sollen die Verläufe der Einheiten im zusammen mit der SG Balve/Garbeck errichteten Clubheim. Wolfgang Werth: „Vorgesehen ist, dass wir ab Herbst 2013 auf dem Gelände auf Kunstrasen spielen können.“ ▪ jk

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