Sauerländer Heimatbund wird 100

Wo seit der Steinzeit Sauerländer Geschichte geschrieben wird

In der Balver Höhle traf sich der Sauerländer Heimatbund 100 Jahre nach seiner Gründung zur Mitgliederversammlung.
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In der Balver Höhle traf sich der Sauerländer Heimatbund 100 Jahre nach seiner Gründung zur Mitgliederversammlung.

Gegründet wurde der Sauerländer Heimatbund vor 100 Jahre in Wennemen, seine erste Mitgliederversammlung führte er ab 1922 in der Balver Höhle durch. Dort trafen sich 170 Mitglieder jetzt erneut.

Balve – „Ein außergewöhnliches Ereignis wird an einem außergewöhnlichen Ort gefeiert“, fasste Balves Bürgermeister Hubertus Mühling am Samstag in der Balver Höhle zusammen, wo sich 170 Teilnehmer aus dem gesamten Sauerland zusammenfanden: Der Sauerländer Heimatbund führte seine Mitgliederversammlung dort durch, wo er sich nach seiner Gründung in Meschede-Wennemen vor 100 Jahren schon 1922 zur ersten Mitgliederversammlung getroffen hatte.

„In dieser Höhle wird Sauerländer Geschichte bereits seit der Steinzeit geschrieben“, sagte Mühling. In vielen Museen in ganz Deutschland seien Fundstücke davon als zeitgeschichtliche Zeugen ausgestellt.

Doch Hubertus Mühling gratulierte nicht nur dem Vorsitzenden des Heimatbundes, Elmar Reuter (Olsberg), sondern auch Peter Glasmacher, dem Vorsitzenden der Balver Heimwacht. Auch diese besteht seit 100 Jahren, wird dieses Jubiläum aber zu einem anderen Zeitpunkt feiern.

Am Wochenende jedenfalls stand der Sauerländer Heimatbund im Mittelpunkt. Dessen Vertreter nahmen Glückwünsche von Landrat Marco Voge entgegen. „Es ist schön, dass kulturelles Leben wieder gelebt werden kann, dass sich Kultur und Heimat wieder präsentieren können“, sagte Voge. Die im Sauerländer Heimatbund geleistete Arbeit, mit der Geschichte auf vielfältige Weise bewahrt werde, solle ansteckend für viele sein.

Was während der Corona-Pandemie möglich war, das stellte der Vorsitzende Elmar Reuter in seinem Tätigkeitsbericht dar: die Wanderausstellung: „Pilgern auf historischen Wegen im Sauerland“, die Verleihung des Rottendorf-Preises an Dr. Werner Beckmann vom Mundartarchiv Sauerland und auch die Konzeption eines Positionspapiers mit dem Titel „Den Dorfwettbewerb neu bedenken – Baustein einer vernetzten Strukturpolitik für ländliche Räume.“

Vom Vorsitzenden des Westfälischen Heimatbundes, Matthias Löb, gab es in dessen Festvortrag viele Impulse für eine zeitgemäße Heimatarbeit. Diese könnte erfolgversprechend sein, wenn vereinsübergreifend gedacht und gehandelt werde, sagte Löb.

Aus den Exkursionen am Nachmittag nahmen die Teilnehmer viele Eindrücke mit nach Hause. das Schloss Wocklum, die Luisenhütte, die St. Blasius-Pfarrkirche und die Bäckerei Grote standen zur Auswahl.

Ein gelungener Abschluss einer gelungenen Versammlung, so die Meinung vieler Teilnehmer, war der ökumenische Gottesdienst mit Dechant Pfarrer Andreas Schulte und Pfarrerin Antje Kastens. Der Balver Kirchenmusiker Maximilian Wolf begleitete am E-Piano diese Messfeier, zu der Dr. Werner Beckmann die Fürbitten in plattdeutscher Sprache beitrug.

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