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Winterzauber in der Höhle? „Nicht einfach“

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Von: Julius Kolossa

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Die Mitglieder des Festspielvereins Balver Höhle um den Vorsitzenden Lukas Koch kamen am Freitag erstmals zu einem Stammtisch zusammen.
Die Mitglieder des Festspielvereins Balver Höhle um den Vorsitzenden Lukas Koch kamen am Freitag erstmals zu einem Stammtisch zusammen. © Kolossa, Julius

Mehr als 30 Mitglieder des Festspielvereins Balver Höhle und einige Gäste kamen am Freitag zum ersten Vereinsstammtisch im Vereinsheim an der Gransauer Mühle zusammen.

„Mit diesem neuen Format wollen wir unser Vereinsleben fördern“, sagte Vereinsvorsitzender Lukas Koch.

„Jeder, der Lust hat, kann vorbeikommen und hier nette Leute treffen“, so Koch weiter. Die Premiere jedenfalls war ein Erfolg. „Wir könnten diesen Stammtisch künftig eventuell monatlich stattfinden lassen“, möchte Koch dieses Format im Vereinsleben etablieren. Das Interesse daran sei groß.

Große Zustimmung für Winterzauber-Vorschlag

Themen bei diesem Premierenstammtisch gab es zahlreiche. So über einen möglichen „Winterzauber in der Balver Höhle“. Die Idee für eine Art Weihnachtsmarkt im Felsendom hatte Mitglied Heinz Rapp im Herbst vergangenen Jahres im Rahmen der Jahreshauptversammlung geäußert. Die Anwesenden hatten sich anschließend einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Vorstand diesen Vorschlag weiter verfolgen solle.

Passiert ist bislang allerdings nicht viel. „Es gibt noch keine konkreten Pläne, aber eine Arbeitsgruppe“, sagte Vorsitzender Koch. Dieser Gruppe gehören Thomas Münch, Stefan Haarmann, Heinz Rapp und Hermann Hering an. „Bisher haben wir uns ein Mal getroffen“, erzählte Münch, der nicht viel Hoffnung hat, ein solches Event in diesem Jahr durchführen zu können: „Es dürfte nicht einfach werden, einen Winterzauber stattfinden zu lassen. Vom 4. bis 19. November sind viele unserer Mitglieder in die Aufführung des ,Jedermann’ in der St.-Blasius-Kirche eingebunden, und dann werden die Schützen gegen Ende des Jahres den Höhleneingang umbauen.“

Hohe Kosten für Eisbahn

Diese Arbeiten sind der Auftakt zur Umsetzung des Projekts „Geschichtspark Balve“ mit dem Felsendom als einem der zentralen Standorte. Ganz vom Tisch ist die Idee eines „Winterzaubers“ für dieses Jahr aber noch nicht: Heinz Rapp hat Kontakt mit Schaustellern aufgenommen, sich aber über die Mietkosten für eine 200 Quadratmeter große Eisbahn erkundigt. Die seien nicht ohne: „Für vier Wochen kostet eine Natureisbahn 40 000 Euro plus Zusatzkosten für eine frische Eisschicht und Strom. Für denselben Zeitraum schlägt eine Kunsteisbahn mit 20 000 Euro zu Buche.“ Eventuell aber könne eine Kooperation mit Tobias Pröpper möglich sein. Der Balver, der als Veranstaltungsmanager und Immobilienmakler tätig ist, hat sich eine mobile Kunststoffeislaufbahn zugelegt, die er für verschiedensten Zwecke zur Verfügung stellen wird. „So wäre die Veranstaltung in der Höhle möglich mit einer Eisbahn im Eingangsbereich, dahinter einem Karussell und einer Süßigkeitenbude.“

Heinz Rapp setzt also viele Hebel in Bewegung, um seine Idee realisieren zu können. Dazu gehört auch eine gewisse Flexibilität hinsichtlich des Datums: „Ein Winterzauber muss nicht in der Advents- und Weihnachtszeit stattfinden – er kann auch im Januar veranstaltet werden.“

Irish-Folk-Festival ab 4. August

Doch zunächst ist der Festspielverein jetzt zuständig, dass Irish-Folk-Festival nach langer Corona-Zwangspause von Donnerstag, 4. August, bis Samstag, 6. August, in der Höhle gut über die Bühne zu bringen. Es mangelte also wirklich nicht an Themen, über die die Stammtisch-Besucher bei der Premiere ins Gespräch kamen.

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