Winterdienst kostet die Stadt rund 53 000 Euro

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BALVE ▪ „Vielen Dank für Ihren Einsatz in den Wintermonaten und die hohe Stundenbelastung“, bedankte sich Johannes Wortmann, Fraktionsvorsitzender der CDU Balve, bei den Mitarbeitern des Städtischen Bauhofs. „Wir sind durch Ihre Arbeit mit wenigen Unfällen und Schäden durch den Winter gekommen.“

Wie viel hinter dem Winterdienst der vergangenen Wochen und Monate steckte, davon überzeugte sich die CDU-Fraktion im Rahmen ihrer Sitzung am Montagabend auf dem Bauhofgelände. Der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Hans-Jürgen Karthaus, Sachbearbeiter Carsten Glänzel sowie Vorarbeiter Ulrich Schennetten und sein Team stellten in Zahlen, Daten und Fakten dar, was Schnee und Eis in Balve alles ausgelöst hatten. Die Mitarbeiter waren mit den vier Räum- und Streufahrzeugen in den zehn schnee- und glatteisreichen Wochen rund um die Uhr im Einsatz. 1918 Einsatzstunden seien geleistet worden, so Karthaus. Jeder Mann sei demnach 27 Stunden in der Woche (zwei Drittel der Arbeitszeit) für den Winterdienst tätig gewesen. Im Winter 2008/09 sind 1300 Einsatzstunden verzeichnet worden, in der milden Saison 2007/08 waren es sogar nur 480.

Dieser Winter schlägt mit Kosten in Höhe von 53 000 Euro zu Buche. „22 000 Euro mussten für Streusalz ausgegeben werden“, rechnete Karthaus vor. Dabei hatte Balve mit demselben Problem zu kämpfen wie andere Städte und Gemeinden: Die Salzlieferanten konnten die Nachfrage einfach nicht mehr befriedigen. Jetzt ist Balve aber für alle noch kommenden Eventualitäten gerüstet, denn das 55 Tonnen fassende Silo ist bereits wieder bis an den Rand gefüllt.

Zufrieden mit dem Ablauf der Räum- und Streuarbeiten waren die Mitarbeiter, obwohl ihnen geparkte Autos ein Durchkommen an manchen Stellen unmöglich machten. Sonst aber gaben die drehzahlabhängigen Streugeräte immer alles. Von der Minimalgabe von fünf Gramm auf den Quadratmeter bis zum Maximum (60 Gramm/Quadratmeter) auf einer Breite von einem bis sechs Metern wurde für (fast immer) freie Fahrt auf den Straßen gesorgt. Dabei klappte auch die Kooperation mit dem Landesbetrieb Straßen NRW reibungslos, wie bestätigt wurde.

Der Fraktionsvorsitzende Johannes Wortmann übergab dem Bauhof-Team als Anerkennung für den arbeitsreichen Winter einen Beitrag für die Kaffeekasse.

Die Einsätze bei Schnee und Eis, so hoffen nicht nur die Bauhof-Mitarbeiter, sind aber nun endgültig passé. Inzwischen bereiten sie sich – wie auch die 15 Ein-Euro-Kräfte – auf den Frühling und die damit zusammen hängenden Arbeiten vor.

Von Julius Kolossa

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