Windräder im Balver Wald

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Die Bürgermeister Michael Esken (Hemer), Volker Fleige (Menden) und Hubertus Mühling (Balve, von links) haben sich gestern zu einem interkommunalen Gespräch getroffen. ▪

BALVE ▪ Die Stadt Balve plant die Ausweisung einer Vorrangzone für Windkraftanlagen im Balver Wald. Das hat Bürgermeister Hubertus Mühling gestern im Rahmen eines interkommunalen Pressegespräches mit den Verwaltungschefs der Städte Menden und Hemer erläutert.

Nachdem der neue Windenergieerlass in Kraft getreten ist, der auch Waldgebiete als Standorte ermöglicht, habe sich die Stadt zu diesem Schritt entschlossen. Derzeit werde geprüft, ob sich ein Höhenzug an der Stadtgrenze zu Hemer als Standort für Windkraftanlagen eignet. Bis zum Herbst solle eine Entscheidungsgrundlage für die Kommunalpolitiker vorliegen.

Ein wichtiges Thema des Bürgermeistergesprächs seien auch die interkommunalen Radwege gewesen, berichtete Marc Giebels, der Pressesprecher der Stadt Hemer. Diesbezüglich habe Bürgermeister Mühling angekündigt, dass im Frühjahr des kommenden Jahres mit dem Bau des Radweges von der Balver Innenstadt bis zum Felsendom begonnen werden soll. Zwei weitere Abschnitte seien von der Helle bis Sanssouci, sowie von dort weiter nach Beckum geplant. Wann diese erstellt werden, sei noch nicht entschieden.

Bezüglich des Radwege-Lückenschlusses zwischen Balve und Menden wurde laut Giebels deutlich, dass mit einer längeren Planungszeit von zehn bis 15 Jahren gerechnet werden muss. Die Baukosten würden vom Bund getragen, da der Radweg in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 515 entstehen solle. Allerdings müssten die Städte für die Planungskosten aufkommen. Nun solle geprüft werden, wie hoch diese Kosten sein würden. Dem Radwege-Abschnitt von Volkringhausen bis Binolen wurde zumindest eine gute Realisierbarkeit bescheinigt. Die Planung könne innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen sein, hieß es.

Über gute Nachrichten konnten sich die Bürgermeister bezüglich der Volkshochschule Menden, Hemer, Balve freuen. Seit Achim Pohl als Geschäftsführer fungiere seien die Teilnehmerzahlen gestiegen. Allerdings ist die Suche nach einem neuen Hauptsitz für die VHS, die bisher in der Josefschule in Menden untergebracht war, noch nicht beendet. Durch die Fusion der Josef- und der Westschule sei die Suche nach einem neuen Domizil notwendig geworden. Allerdings dürfe diese keine zusätzlichen finanziellen Belastungen für die Städte mit sich bringen, betonten die Bürgermeister. Fest stehe, dass die VHS in Menden bleiben soll. Neben der Westschule kämen auch der neue Bahnhof oder die Kaserne am Papenbusch als VHS-Sitz in Frage, hieß es. Bis zum endgültigen Umzug käme eventuell auch eine Zwischenlösung in Frage.

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