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Wiederaufbau nach der Flut: Stadt Balve bekommt Millionen-Unterstützung

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Von: Kerstin Zacharias

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Regierungspräsident Heinrich Böckelühr (links) übergab in Balve den Förderbescheid an Bürgermeister Hubertus Mühling.
Regierungspräsident Heinrich Böckelühr (links) übergab in Balve den Förderbescheid an Bürgermeister Hubertus Mühling. © Stadt Balve

In der Stadt Balve wird nach der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 weiter an der Beseitigung der Schäden an der öffentlichen Infrastruktur sowie am Wiederaufbau gearbeitet. Dafür gibt es nun weitere finanzielle Unterstützung.

Einen Förderbescheid in Höhe von 2,175 Millionen Euro übergab Regierungspräsident Heinrich Böckelühr am Montag an Balves Bürgermeister Hubertus Mühling. Die Mittel stammen aus dem Wiederaufbaufonds der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Bei seinem Besuch in der Hönnestadt informierte sich der Regierungspräsident auch über den Stand des Wiederaufbaus vor Ort. „In Balve ist nach der Hochwasserkatastrophe schon vieles wieder instand gesetzt worden“, betonte Böckelühr. „Aber einige der Zerstörungen durch die Wassermassen vom Juli 2021 sind immer noch sichtbar. Die finanzielle Unterstützung bei der Schadensbeseitigung ist deshalb enorm wichtig. Alle Kräfte müssen beim Wiederaufbau zusammenwirken“, betonte er.

Bereitstellung der Mittel „erfolgt unbürokratisch“

Bürgermeister Mühling erklärte zu den Fördermitteln: „Neben der damaligen Soforthilfe des Landes und der großen Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung – als Hilfe für die direkt Betroffenen – ist diese Hilfe des Landes für die öffentliche Infrastruktur sehr wichtig und hilfreich.“ Die Bereitstellung dieser Mittel durch das Land erfolge dabei unbürokratisch. „Ein echter Akt der Solidarität mit den betroffenen Kommunen“, erklärte der Bürgermeister.

Die Stadt Balve hatte zuvor einen im Rat beschlossenen Wiederaufbauplan mit den erforderlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Hochwasserschäden eingereicht. Hierbei handele es sich um Schäden an der kommunalen Infrastruktur an Gewässern, Brücken und Straßen. Konkret geht es dabei um Folgendes:

- die Beseitigung von Schäden an Gewässern (Beseitigung von Unrat, Gewässerbetträumung, Böschungssicherung und Wiederherstellung von Böschungen),

- die Instandsetzung von beschädigten Brücken,

- die Beseitigung von Straßenschäden (Wiederherstellung zerstörter Bankette, Erneuerung zerstörter Bachdurchlässe, Hangsicherung und Erneuerung von Fahrbahndecken),

- den Wiederaufbau zerstörter Wald- und Wanderwege,

- die Schadensbeseitigung an Rathaus, an der Hauptschule sowie Gebäude am Hammergraben (Kellerräume nach Wassereintritt trocknen und erneuern).

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