Neubau vom Tisch

Kein neues Schützenheim in Balve: Das sind die Gründe dafür

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Die Beförderungen der aktiven Schützenbrüder ließen diese sich allerdings nicht entgehen.

Balve - Der Traum vom großen Umbau des Schützenheimes an der Balver Höhle ist geplatzt. Die Planung, die Kosten für Entwürfe und unzählige Arbeitsstunden, die der Bauausschuss bereits investiert hatte, waren von einem Tag zum anderen dahin.

Überrascht waren die Schützenbrüder, als Geschäftsführer Wolfgang Riecke auf der Jahresdienstbesprechung der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft in der Aula der Realschule diese Nachricht mitteilte.

Versuche, an Fördergelder für diesen Umbau mit Kosten von 450.000 Euro zu bekommen, waren umsonst. Geplant war mit der Stadt Balve, Fördergelder für einen Geschichtspark rund um die Höhle und die Luisenhütte zu bekommen. Aus dem Schützenheim wäre dann ein Informationszentrum Balver Höhle geworden. 

Die Mitglieder des Bauausschusses waren ziemlich traurig. „Aber wir geben nicht auf“, so Wolfgang Riecke, „vielleicht tut sich eines Tages doch ein Türchen auf, dass wir Fördergelder aus irgendeinem Topf erhalten.“ Jetzt werde ein kleiner Umbau am Schützenheim begonnen, vor allen Dingen die Damentoiletten müssten saniert werden.

Nach der obligatorischen Messe begrüßte Vorsitzender Christoph Rapp 160 Schützenbrüder. Es waren so wenige Mitglieder erschienen wie schon lange nicht mehr. Im Vordergrund der Versammlung stand die Verabschiedung der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Wilfried Schweitzer und Detlef Sievers, die zu Ehrenvorstandsmitgliedern ernannt wurden. 

Wilfried Schweitzer war seit 1991 aktives Mitglied der Bruderschaft, ab 2005 Vorstandmitglied und seit 2006 stellvertretender Vorsitzender. Als Kommissarischer Vorsitzender leitete er 2016 die Geschicke der Bruderschaft. Detlev Siewers war 2002 Schützenkönig und seitdem im Vorstand tätig. 2009 wurde er stellvertretender Vorsitzender.

Marc Schulte wurde mit großer Mehrheit für zwei Jahre zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Hermann Hering wurde für vier Jahre zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Oberst Andreas Fritz darf auch die nächsten vier Jahre bei Festzügen auf dem Pferd der Schützenbruderschaft voranreiten, seiner Wiederwahl stand nichts im Wege. Auch Oliver Lenk, langjähriges Vorstandsmitglied, wurde wiedergewählt. Neu in den Beirat kam Ingo Levermann von der 3. Kompanie.

Aufgegriffen wurde der Antrag aus der 1. Kompanie, den Kinderschützenkönig im großen Festzug auf dem Schützenfest mitmarschieren zu lassen. Da sich der Vorstand schon vor drei Jahren generell dagegen ausgesprochen hatte, wurde der Antrag nicht zugelassen. Trotzdem will sich der Vorstand mit dem Thema Kinderschützenfest beschäftigen. 

Der Antrag der 4. Kompanie, den Weg zum Steinbruch begehbarer zu machen, wurde auf Eis gelegt.

Die Abrechnung vom Schützenfest soll in diesem Jahr anders gestaltet werden, teilte der Vorsitzende Christoph Rapp mit. Kaum noch Schützenbrüder nehmen an dieser Veranstaltung teil. So will die Bruderschaft in diesem Jahr bei der Abrechnung das Vogelschießen der Jungschützen in den Vordergrund stellen. Anschließend wird in der Höhle die Schützenmesse stattfinden. Am Abend nach der Abrechnung soll die bayerische Band „Rotzlöffel“ für Stimmung in der Höhle sorgen.

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