Mit wenig Wasser zum größtmöglichen Erfolg

Unter Atemschutz rückte die Wehr in das Gebäude vor. ▪

SANSSOUCI ▪ „Verpuffung in der Heizungsanlage vom Bahnhof Sanssouci – eine Person wird vermisst“, so lautete am Montagabend die Sachlage für die Einsatzkräfte der Löschgruppen Eisborn und Beckum. Allerdings fand diese Übung nicht per Alarmierung, sondern als angekündigter Praxisabend statt, an dem der effektivere Schlaucheinsatz trainiert und die Techniken im Innenangriff gefestigt wurden.

Unter der Leitung von Christian Boike von der Löschgruppe Volkringhausen nahmen sich die 23 Männer dieser Aufgabe an, wobei sie das an einem Theorieabend im Februar erlernte nun in die Praxis umsetzten. „Diese Übung findet unter wechselnder Beteiligung der Löschgruppeneinheiten statt“, erläuterte Boike das Vorgehen. Fanden bisher zwei Zugübungen im Jahr statt, sind es nun sechs mit wechselnder Beteiligung der drei Einheiten aus Volkringhausen, Beckum und Eisborn (Löschzug 3). Jede nimmt mit jeweils einer anderen daran teil, wobei ein viertes gemeinsames Treffen diese Übungseinheit abrundet. „Diese findet dann unter realitätsnahen Bedingungen, immer an einem anderen Ort statt“, so Boike.

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Feuerwehrübung in Sanssouci

Unter den Augen von den Löschgruppenführern Michael Danne (Eisborn) und Jens Honert (Beckum) sowie Zugführer Bernd Eichhoff nahmen sich die Feuerwehrleute, die mit vier Fahrzeugen angerückt waren, der Aufgabe an, die Verlegetechnik zu üben. Boike erläuterte vorab das Ziel: „Es soll mit wenig Wasser der größtmögliche Erfolg erzielt werden, wobei es nicht auf die Schlauchmenge, sondern die richtige Anordnung ankommt.“ Dies wurde im weiteren Verlauf von den Atemschutztrupps trainiert, die unter „Nullsicht“ in den Keller vordringen mussten. Auf künstlichen Rauch wurde verzichtet, dafür kamen Klebestreifen auf der Atemschutzmaske zum Einsatz. „Der Eindruck ist derselbe“, bestätigten die 2-Mann-Teams, die Schritt für Schritt zu dem Vermissten, einer Puppe, vordringen mussten.

Erschwert wurde das Ganze als es hieß: „Angriffstrupp verunglückt“, so dass eine weitere Einheit den Kameraden zu Hilfe eilen mussten. Draußen fand zeitgleich ein Angriff über die Steckleiter statt, mit dem das Eindringen in obere Stockwerke geübt wurde. Über Funk blieben alle Beteiligten miteinander in Verbindung.

Die Puppe und der Atemschutztrupp wurden gerettet und die Verpuffung unter Kontrolle gebracht. Im abschließenden Austausch nach der anderthalbstündigen Übung wurden die Eindrücke gesammelt und diskutiert. Ihr Können und Wissen stellen alle dann bei der Abschlussübung unter Beweis. ▪ JK

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