Weitere Pläne für den Gesundheitscampus vorgestellt

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Auch für das angrenzende Schwesternwohnheim gibt es bereits Nutzungsideen.

Balve -  Ingo Jackschies, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft für den Gesundheitscampus, stellte nun seine Pläne für eine weitere Belegung und Belebung der Immobilie vor.

Eine Wohngruppe für Langzeitbeatmete und Wachkomatisierte auf der zweiten Etage des Gesundheitscampus Sauerland, die Verlagerung der Praxis von Dr. Gregor Schmitz und seinen Kollegen von der Hauptstraße in einen Teil der dritten Campus-Etage und die Eröffnung eines Pflegehotels im anderen Teil dieser Etage – Ingo Jackschies, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft für den Gesundheitscampus, stellte seine Pläne für eine weitere Belegung und Belebung der Immobilie vor. Noch in diesem Monat sollen laut Jackschies die ersten Umbauarbeiten beginnen.

Acht Therapieplätze für die Betreuung der Intensivpatienten sollen in der Wohngruppe entstehen: „Anstatt der vorgeschriebenen 16 Quadratmeter bieten wir Zimmer mit 26 Quadratmetern Fläche an“, stellte Jackschies die Planungen vor. „Wir profitieren dabei vom guten Zustand dieser Immobilie“, ist er begeistert davon, wie das ehemalige St.-Marien-Hospital bis zum Schluss gepflegt wurde.

Ein ambulanter Pflegedienst und ein eigenes Ärzteteam, darunter zwei Lungenfachärzte, werden sich um die Patienten kümmern, denen auch eine Küche, ein Wintergarten und eine Dachterasse zur Verfügung stehen soll. Jackschies sieht aber nicht nur die bestmögliche Pflege rund um die Uhr als wesentlich an: „Es werden auch kleinste Bereiche der Selbständigkeit gefördert.“

Dazu gehöre zum einen die Gestaltung des Zimmers, zu anderen auch die Festlegung des Tagesablaufs. „Bisher liegen uns drei Nachfragen aus Balve und Umgebung vor“, weist Jackschies auf den Bedarf eines solchen Angebotes hin.

„Ich könnte mir sehr gut einen Therapiehund vorstellen,“ so Jackschies. Die Pflege werde über die Pflegekasse finanziert, für die Zimmermiete von 200 bis 300 Euro müssten Bewohner selbst aufkommen, informierte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft.

In der dritten Etage werde ab März 2014 die Praxisgemeinschaft von Dr. Gregor Schmitz Räume beziehen. „Diese übernimmt sämtliche Investitionskosten“, so Jackschies. Die andere Häfte des Stockwerks soll zum Pflegehotel werden. Zur Zeit laufen Verhandlungen mit der Steigenberger-Hotelgruppe über die Einrichtung; Betreiber werde aber ein anderer, privater Investor sein – so viel teilte Jackschies mit.

In neun Doppel- und drei Einzelzimmern sollen, so die Vorstellung eines Pflegehotels, während eines Sauerland-Urlaubs pflegebedürftige Angehörige untergebracht werden können. Die Zimmer sind wie Hotelzimmer eingerichtet, die Pflege übernimmt ein ortsansässiger Pflegedienst.

„Im Eingangsbereich wird eine Apotheke eingerichtet“, so Jackschies über weitere Planungen. „Beide Balver Apotheken haben trotz wiederholter Nachfrage kein Interesse gezeigt.“ Daher werde eine auswärtige Apotheke ab April im Gebäude einziehen. Dafür werde MobiDoc in den ersten Stock ausweichen.

Noch keine Entscheidung sei in Sachen Neurologie/Psychiatrie gefallen, wie Jackschies erläuterte: „Mit einer Klink in Hagen-Elsey werden Gespräche geführt, im Campus stundenweise eine Zweitpraxis einzurichten.“

Radiologen seien aber noch nicht in Sicht: „Wenn sich unser Standort etabliert, könnten wir auch Röntgenspezialisten für uns begeistern“, vermutet Jackschies. Bis dahin müsse „mit der Zeit gespielt werden.“ Immerhin würde die Einrichtung einer Praxis Investitionen bis zu einer Million Euro bedeuten. „Wir sind auf einem guten Weg,“ zeigte sich Jackschies mit dem bisherigen Verlauf der Einrichtung des Gesundheitscampus durchaus zufrieden.

Im Blick hat der Geschäftsführer auch das anliegende Schwesternwohnheim, Baujahr 1963: „Die Substanz ist zum Abreißen viel zu gut.“ Die dafür anfallenden Kosten in geplanter Höhe von 60 000 Euro könnten besser in einen Umbau investiert werden. Jackschies: „In Gesprächen mit einem Architekten ist die Idee aufgekommen, das Schwesternwohnheim mit einem anderen Bau zu verbinden.“ Doch das seien vorerst noch Visionen.

Von Julius Kolossa

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