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Weitere Fördermillionen für die Region Sorpesee?

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Von: Julius Kolossa

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Die Mitglieder der SG Balve/Garbeck verwandelten diesen Hang auf der Sportanlage in Garbeck in eine insektenfreundliche Fläche – mit finanzieller Unterstützung aus dem Fördertopf für Leader-Kleinprojekte.
Die Mitglieder der SG Balve/Garbeck verwandelten diesen Hang auf der Sportanlage in Garbeck in eine insektenfreundliche Fläche – mit finanzieller Unterstützung aus dem Fördertopf für Leader-Kleinprojekte. © Kolossa, Julius

In der heimischen Leaderregion Sorpesee laufen die letzten Arbeiten für die Neubewerbung als Förderregion. Denn der Zusammenschluss der Kommunen Balve, Neuenrade, Arnsberg und Sundern möchte sieben weitere Jahre von Fördermitteln in Millionenhöhe der Europäischen Union profitieren.

Im Rahmen der Leader-Initiative zur Entwicklung des ländlichen Raums wurden in der Region Sorpesee in den vergangenen sechs Jahren bereits 60 Projekte realisiert, die mit insgesamt 3,67 Millionen Euro gefördert wurden.

Um auch im nächsten Förderzeitraum von 2023 bis 2029 wieder zum Zuge zu kommen, feilen die Leader-Regionalmanagerinnen Annika Kabbert und Leonie Loer in ihrem Büro in Balve noch an den finalen Details der Bewerbung, die bis zum 4. März bei der Landesregierung in Düsseldorf eingegangen sein muss. „Bei uns sind im Rahmen der offenen Bürgerbeteiligung viele Beiträge eingegangen, die jetzt noch mit in die Bewerbung einfließen“, sagt Leonie Loer.

Auch die Jugend kommt zu Wort

Über Stärken und Schwächen der Region wurde sich 14 Mal geäußert, an Ideen zur Aufwertung kamen 50 zusammen. Und auch die jungen Menschen unter 20 Jahren meldeten sich zu Wort – eine Gruppe, die die Leader-Verantwortlichen bei der Neubewerbung besonders in den Blick nehmen. „Wir waren in den Schulen und haben mit den Schülern der Jahrgänge neun bis elf gesprochen. Am Ende hatten wir 711 Beiträge zu verzeichnen“, so Loer. All dies wird in die Bewerbungsunterlagen zusammengestellt, die am 14. Februar in der Leader-Region abschließend online vorgestellt wird. Leonie Loer ist deshalb sehr zuversichtlich, dass die bisher gemachte Arbeit von den Entscheidungsträgern in der Landeshauptstadt mit einer weiteren Förderzusage honoriert wird.

Leader-Neubewerbung: Digitale Abschlusskonferenz

Die digitale Abschlusskonferenz zur Neubewerbung der Region Sorpesee als Leader-Fördergebiet für die Jahre 2023 bis 2029 wird am Montag, 14. Februar, von 17.30 bis 19.30 Uhr live per Internetstream aus der Villa am Wall in Neuenrade übertragen. In den vergangenen Monaten wurden die Zukunftsthemen und Handlungsschwerpunkte für die Region rund um den Sorpesee erarbeitet. Diese werden am 14. Februar präsentiert. „In einem kurzweiligen Format“, wie Leader-Regionalmanagerin Leonie Loer verspricht. Mitwirken werden dabei die Bürgermeister der vier Leaderregion-Sorpesee-Kommunen, Ex-Landrat Thomas Gemke als Vorsitzende des heimischen Leader-Vereins, eine Projektträgerin aus Arnsberg und die beiden Regionalmanagerinnen Leonie Loer und Annika Kabbert. Aufgelockert werden soll die Veranstaltung durch ein Quiz und Diskussionen der Gäste vor den Bildschirmen mit den Offiziellen. Wer an der Abschlusskonferenz teilnehmen möchte, muss sich bis zum 10. Februar beim Regionalmanagement per E-Mail (info@leader-sein.de) anmelden. Anschließend wird der benötigte Link zugeschickt.

Unabhängig davon steht in diesem Jahr noch Geld für die Umsetzung von Kleinprojekten mit einer Gesamtsumme von maximal 20 000 Euro bereit. Die Förderquote beträgt bis zu 80 Prozent. „Bisher sind noch keine Anträge aus Balve bei uns eingegangen“, so Loer. „Aber wir haben bereits einige Beratungsgespräche geführt und sind zuversichtlich, dass demnächst Kleinprojekte-Anträge kommen werden.“

Programm bislang stark nachgefragt

Aus einem Sondertopf stand dieses Geld erstmals 2020 zur Verfügung und wurde in vielen Leaderregionen stark nachgefragt. In Balve wurden auf diesem Wege die Pausenstation an der Sokola.de in Langenholthausen umgesetzt sowie der insektenfreundliche Sportplatz in Garbeck. Im Jahr 2021 waren es fünf Projekte: die Modernisierung des Steinofens in der Backstube von Björn Freiburg in Mellen, der Babywald in Mellen, der digitale Infoterminal über Balve an der Bogenstraße, der Wasserspielplatz am Mühlenteich in Langenholthausen und die Installation von Bänken und einem Zaun auf der Sportanlage in Beckum. Die Regionalmanagerin: „In diesem Jahr geht es bisher um die eventuelle Sanierung von Vereinsheimen und Schützenhallen, aber auch um digitale Projekte.“ Die Balver sind angesprochen, kreativ zu denken und zu werden, um ihre Stadt oder ihren Ortsteil aufzuwerten.

Informationen zur Kleinprojekte-Förderung bekommen Interessierte im Leader-Büro in Balve unter Tel. 02375/9373633.

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