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Wasserbeschaffungsverband Mellen: Erste Preiserhöhung nach 23 Jahren

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Von: Julius Kolossa

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Der Wasserbeschaffungsverband Mellen führte jetzt wieder seine Verbandsschau durch.
Der Wasserbeschaffungsverband Mellen führte jetzt wieder seine Verbandsschau durch. © Kolossa, Julius

Es war am Samstag wieder an der Zeit für die vorgeschriebene Verbandsschau des Wasserbeschaffungsverbandes Mellen. „Alle zwei Jahre müssen die Anlagen wie Pumpenstation, Quellen und der Hochbehälter öffentlich beschaut werden“, erläuterte Heinz Drees, Vorsitzender dieses Gremiums.

Etwa 70 Mellener nahmen teil, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wo ihr Wasser herkommt. „Etwa 24 000 Kubikmeter werden jährlich verbraucht – dieser Wert stagniert seit einigen Jahren. Dabei spielt eine Rolle, dass wir in Mellen kein Gewerbe mehr haben.“ Täglich werden um die 65 Kubikmeter verbraucht von den 200 Mitgliedern, die mit ihrem Hausanschluss Teil des Wasserbeschaffungsverbandes sind.

Die Trockenheit mache den Mellenern nicht zu schaffen, betonte Drees. „Aus unseren Quellen können wir aus einer Tiefe von 65 Metern fördern, und dies bis zu 80 Kubikmeter Wasser täglich.“ Das Quellwasser wird in der Pumpenstation aufbereitet und zum Hochbehälter gefördert. Hier findet eine weitere Aufbereitung mit UV-Entkeimung (ultraviolette Strahlen töten Bakterien ab) statt, nach der das Wasser ins Netz eingespeist wird.

Der Kubikmeter Wasser kostet jetzt 1,20 Euro

In Mellen kostet der Kubikmeter Wasser seit Jahresbeginn 1,20 Euro, nachdem der Preis zuvor 23 Jahre bei einem Euro gelegen hatte. Preistreiber seien die gestiegenen Stromkosten. Denn ohne elektrische Energie komme auch der Wasserbeschaffungsverband nicht weit. Die Abwassergebühr liegt im gesamten Stadtgebiet bei 3,30 Euro je Kubikmeter.

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