„Was willst Du mehr?“

+
Stutenkerle hatte der Nikolaus für die Gäste des Balver Weihnachtsmarktes mitgebracht.

BALVE - Erst zum Dämmerschoppen, danach ausgeruht ins Hochamt und von dort aus zum Weihnachtsmarkt – dieser Dreiklang fand in Balve inzwischen zum zweiten Mal statt, und könnte dort durchaus zur Tradition werden.

Gut war die Stimmung nämlich schon am Vorabend des Weihnachtsmarktes, als auf dem Volksbank-Parkplatz mit dem ersten Glühwein angestoßen wurde. Und auch der Osterhase ließ sich dort blicken: Carsten Maday, Musikverein Balve und Simpsons-Fan, wurde von seinen Kumpels dazu verdonnert, im Hasenkostüm bunter Ostereier und Süßigkeiten am Samstagabend zu verkaufen.

Da passte es dann, als im Laufe einer Vorführung (ein Engel entführt das Rentier des Weihnachtsmanns, um dafür die Geschenke zu bekommen) der Osterhase von seinen Freunden in die Szene gebeten wurde, und dort für einige Verwirrung bei den Akteuren sorgte, war doch das Stück eigentlich ohne Hase vorgesehen.

Viel Applaus gab es für diese lustige Einlage von den zahlreichen Besuchern des Dämmerschoppens. „Glühwein geht immer“, verrieten sie, wie sie sich warm hielten. Dazu eine Bratwurst und zwischendurch ein Glas Met; dass keine Live-Musik verpflichtet werden konnte, störte niemanden.: „Nette Leute, tolle Atmosphäre, was willst Du mehr?“

So war es auch am Tag darauf, als Bürgermeister Hubertus Mühling den Weihnachtsmarkt eröffnete: „Machen Sie sich einige gemütliche Stunden in der Budenstadt.“ Von strömendem Regen wie im Vorjahr blieben die Gäste verschont.

Gut besuchter Weihnachtsmarkt in Balve

Trocken verlief das Krippenspiel – eine tolle Leistung vom Festspielverein Balver Höhle, zu der Franz Jedowski wieder Ochse, Esel und Schafe beigesteuert hatte. Die Suche nach einer Herberge von Maria und Josef, die Verkündigung der Geburt von Jesus durch die Engel und die Anbetung durch die Hirten ergaben mit den musikalischen Elementen von den Musikvereinen Balve, Garbeck und Langenholthausen, Elo Badura und Hubertus Wycik und auch der von der Technik eingespielten Musikstücke eine gelungene Aufführung, die an diesem Tag vier Mal begeisterte.

Einstimmung auf den Weihnachtsmarkt

Dazwischen bestand Gelegenheit, den Weihnachtsmarkt zu erleben mit all seinen Köstlichkeiten und Besonderheiten an den Buden. Dazu gehörten Speis und Trank, aber auch Krippen von Gerald Hesse, Georg Schütz, und Herbert Sonnabend sowie wärmende Hand- und Kopfbedeckungen waren im Angebot. Erstmals gab die „Wundertüte“ aus Volkringhausen einen Einblick, was sich hinter diesem Namen verbirgt. Dekorationen und Kunsthandwerk aus verschiedenen Materialien und dies in den unterschiedlichen Formen und Größen stellt Claudia Gerxhaliu her.

Für Kinder war ein Karussell aufgebaut, und auch der Nikolaus drehte seine Runde und verteilte Stutenkerle. Die Musikvereine gaben Platzkonzerte an der Hauptstraße. Entlang der Drostengasse schoben sich Menschen aneinander vorbei.

Von Julius Kolossa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare