Wandern auf dem Jakobsweg

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Frank Hennecke und Johannes Schwartpaul zeigen in der Sokola.de, wie es bei einer Rast auf dem Jakobsweg zugeht.

Langenholthausen - Den Spaß am Wandern haben Frank Hennecke und Johannes Schwartpaul auf dem Jakobsweg für sich entdeckt. Ihre Tour, die im Jahr 2008 in Konstanz startete, soll im kommenden Jahr beendet werden; dann stehen bis zum Ziel, der Pilgerstadt Santiago de Compostella, noch 670 Kilometer auf dem Programm.

Bevor es soweit ist, nehmen sich die Wanderer allerdings noch in diesem Jahr den Abschnitt von Saint-Jean-Pied-de-Port im französischen Baskenland entlang der Atlantik-Küste bis Spanien vor.

Was sie bisher während der Wander-Etappen erlebt haben, berichteten die Wanderfreunde am Freitag in der Sokola.de 75 Interessierten. Im Rahmen eines Wanderurlaub hatten Frank Hennecke und sein Arbeitskollegen Winnie Deese die Idee, die alljährlichen Wanderungen auszubauen: „Wir beschlossen, uns den Jakobsweg ab Konstanz vorzunehmen“, sagte Frank Hennecke. Johannes Schwartpaul stieß dazu, nachdem die beiden Tour-Organisatoren schon 100 Kilometer zurückgelegt hatten.

Inzwischen liegen 1400 Kilometer hinter den Männern aus Balve. Viel zusammen erlebt haben sie, wobei der Altersunterschied keine Rolle spielt. „Es passt einfach“, erklären der 66-jährige Johannes Schwartpaul und der 48-jährige Frank Hennecke. Jedes Jahr suchen sie sich eine neue Teilstrecke aus, zum Startpunkt fahren sie jeweils mit dem Auto.

„Man muss alles so nehmen, wie es kommt“, wusste Johannes Schwartpaul zu berichten. Dazu gehörten die Landschaften, die Menschen und Eindrücke, die die beiden Wanderer mit 430 Fotos vorstellten. Auch von schlechtem Wetter und unpassierbaren Wegen wussten sie zu berichten. Bei Problemen hätten ihn stets Einheimische zur Seite gestanden und sogar Fahrdienste organisiert. Ebenso war es bei der Zimmersuche – die Hilfsbereitschaft vor Ort sei beeindruckend.

Hennecke und Schwartpaul wussten viel zu erzählen – von gut beschilderten Wegen, aber auch von zahlreichen Kapellen und Kirchen, in denen immer wieder Statuen des Heiligen Jakobus zu sehen sind.

Die Wanderer verstanden es in ihrem Vortrag trotz aller Ausführlichkeit die Zuhörer mit auf ihre Reise zu nehmen, und diese auch für sie zu einem Erlebnis werden zu lassen. Dies zeigte sich durch den lang anhaltenden Beifall am Ende der Veranstaltung.

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