Waltraud und Anton Runte feiern heute Diamantene Hochzeit

Waltraud und Anton Runte haben heute vor 60 Jahren in Beckum geheiratet. Das soll gefeiert werden. ▪

BECKUM ▪ Waltraud Runte kann sich noch gut an den 11. Mai 1951 erinnern: „Es war wunderbares Wetter. Ich hatte mir eine Jacke zu meinem Kleid gekauft, die ich nur durch die Gegend getragen habe.“ Dass sie sich so gut erinnert, liegt daran, dass sie ihrem Mann Anton an diesem Tag das Ja-Wort gab.

Heute feiert das Paar aus Beckum seine Diamantene Hochzeit. Die beiden kannten sich schon von klein auf. „Wir haben jahrelang im gleichen Haus gewohnt“, berichtet die 82-Jährige. Der Funke sprang aber erst später über. „Das war 1949 als ich aus der Kriegsgefangenschaft zurückkam“, erinnert sich der 85-Jährige. Zwei Jahre später ging es vor den Traualtar. Zunächst wohnte das Paar in Anton Runtes Elternhaus. 1964 bauten sich die Eheleute dann selbst ein schmuckes Haus im Dompeweg. Um drei Söhne und eine Tochter wuchs die Familie in den Jahren. Heute zählen bereits vier Enkel hinzu.

Jahrzehntelang arbeitete Anton Runte als Sprengmeister im Beckumer Steinbruch Busche. Seit über 65 Jahren gehört er inzwischen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft an, ist sogar ihr Ehrenoberst. Mehr als 30 Jahre sang er im ortsansässigen Chor. „Krach bekamen wir nie, er war ja selten da“, erzählt Waltraud Runte und lacht. „Jeder muss seinen Freiraum haben. Man darf nicht immer aufeinander hocken“, ergänzt ihr Mann.

Aber auch gemeinsam gingen die Runtes gerne aus – nicht nur zum Schützenfest. Apropos: 1982/83 regierten sie das Beckumer Schützenvolk. „Wir waren nie Kinder von Traurigkeit“, sagt Anton Runte. „Wir haben so ziemlich alle Feste gefeiert. Man muss sich auch was gönnen.“

Heute wird wieder gefeiert: Nach der Dankmesse in der St. Nikolaus-Kirche beginnt das Fest mit 90 Gästen in der Hönnetalhalle. Auch der Bürgermeister hat sich als Gratulant angekündigt. Schon die Goldhochzeit war ein rauschendes Fest. „Als der Pastor damals sagte, hoffentlich sehen wir uns in zehn Jahren wieder, da haben wir alle gelacht. Und jetzt sehen wir, wie schnell die Jahre um sind“, sagt Waltraud Runte. ▪ acn

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