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Unterricht im Freien: Waldjugendspiele

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Von: Julius Kolossa

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Erstmals seit 2019 fanden am Freitag wieder die Waldjugendspiele für die Viertklässler aus Balve und Garbeck statt. Im Wald galt es verschiedene Aufgaben zu lösen.
Erstmals seit 2019 fanden am Freitag wieder die Waldjugendspiele für die Viertklässler aus Balve und Garbeck statt. Im Wald galt es verschiedene Aufgaben zu lösen. © Kolossa, Julius

 An die frische Luft verlegt hatten am Freitag die Grundschulen Balve und Garbeck den Unterricht für ihre Viertklässler. „Herzlich willkommen zu den Waldjugendspielen“, sagte dazu Förster Richard Nikodem, der 94 Mädchen und Jungen am Schieberg begrüßte.

Balve - Zum mittlerweile 21. Mal fanden die Waldjugendspiele statt – und auch dieses Mal mussten 22 Fragen beantwortet werden. „Was ist das für eine Baumart?“, überlegten die Kinder, und mussten zwischen Buche, Fichte und Ahorn wählen. Dabei half es, dass sie gruppenweise unterwegs waren und mindestens einen Waldexperten in ihren Reihen hatten. Viktoria gehörte dazu, aber auch Konrad, Felix und Maximilian.

Allen aber machte dieser etwas andere Unterricht viel Spaß – zuletzt fanden die Waldjugendspiele 2019 statt. Dann kam die Corona-Pandemie, sodass diese Veranstaltung nicht mehr möglich war. Jetzt aber durften und wollten alle wieder voll durchstarten. „Aber das ist kein Wettrennen“, mahnte der Förster gleich zu Beginn. „Lasst Euch Zeit beim Lösen der Aufgaben – jeder bekommt am Ende eine Urkunde.“

Anschließend waren die Fähigkeiten der Viertklässler gefordert: sie maßen den Umfang eines Baumes, erkannten Tierspuren, wussten aber auch Gegenstände zu entdecken, die nicht in den Wald gehörten. Eine Wasserflasche, eine Wäscheklammer, ein Würfel und auch eine Baumerkennungsmarke waren dazu vorab platziert worden.

„Ja, das macht Spaß“, sagte dazu Viktoria. Die Balver Grundschülerin war bei diesem Waldspaziergang in ihrem Element. Sie brachte dabei auch ihren Gruppenmitgliedern ihren Spaß und die Begeisterung für die Natur näher.

Die Lehrerinnen der insgesamt vier 4. Klassen, drei aus Balve, eine aus Garbeck, pendelten derweil zwischen den Gruppen hin und her, um zu helfen, wenn es nötig war. Und so ganz nebenbei lernten die Pädagogen auch noch etwas über den Wald. Es war ein Gemeinschaftserlebnis inmitten der Natur, was geboten wurde. Die Beckumer Grundschule nahm in diesem Jahr an den Waldjugendspielen nicht teil.

Tiere allerdings bekamen die Schüler an diesem Morgen nicht zu sehen, denn dazu war es den Waldbewohnern dann doch zu laut. Erst zum Abschluss an der Murmke-Turnhalle gab es einen Blick auf die heimischen Tiere, denn Maria Watermann hatte die Rollende Waldschule der Märkischen Kreisjägerschaft aufgebaut, sodass die Kinder den Wildtieren doch einmal ganz nahe sein konnten.

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