Waldbrand bei Leveringhausen: Wasserversorgung mit Güllefässern

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Zum Löschen wurde auch Schaum eingesetzt.

GARBECK Etwa 900 Quadratmeter Wald, so schätzt Stadtbrandinspektor Oliver Prior, haben am heutigen Samstag bei Leveringhausen gebrannt. Vor eine besondere Herausforderung stellte die Einsatzkräfte die Wasserversorgung.

Einige Feriengäste, die mit Pferden auf dem Waldweg unterwegs waren, hatten das Feuer entdeckt und Hilfe verständigt. Als die Feuerwehr gegen 13.15 Uhr den Einsatzort erreichte, brannte ein Holzstapel mit etwa 50 Festmetern Fichtenholz lichterloh. „Durch den massiven Wind wurde das Feuer in den Wald getrieben“, erklärte Stadtbrandinspektor Winfried Reinken. „Unmengen an Wasser“ seien deshalb benötigt worden. Die Vorräte, die die Löschfahrzeuge aus Garbeck, Balve und Beckum an Bord hatten, reichten bei Weitem nicht aus. Jeder der Wagen fasst 2500 Liter. Aus diesem Grund wurde das Tanklöschfahrzeug aus Affeln, das Platz für 6000 Liter hat, alarmiert. Zusätzlich wurden Landwirte aus der Umgebung verständigt. Albert Iken, Dieter Schweitzer und Guido Schmoll stellten ihre Güllewagen zur Verfügung. „Mit ihnen haben wir dann einen Pendelverkehr eingerichtet“, beschreibt Feuerwehr-Pressesprecher Kai Gaberle. Die Feuerwehrwagen holten an einem Hydrant in Garbeck flüssigen Nachschub, die Güllebehälter wurden an Löschteichen und Bachläufen aufgefüllt. Anschließend wurde das Wasser in einen mobilen Wasserbehälter, der 3000 Liter fasst, gefüllt und von dort in die Schläuche gepumpt. „Das hat den Vorteil, dass wir nicht immer umkuppeln müssen“, erklärte Gaberle. Zum Teil wurde das Wasser mit Löschschaum versetzt, um Flammen zu ersticken und tiefer gelegene Schichten zu erreichen.

Waldbrand in Leveringhausen

Nachdem das Feuer größtenteils gelöscht war, rückte Forstunternehmer Bernfried Severin mit schwerem Gerät an, um den glühenden Holzhaufen auseinander zu ziehen. Die Feuerwehr konnte so auch kleinere Glutnester löschen.

Auch das DRK und THW waren im Einsatz – insgesamt 53 Helfer. Auch Mitarbeiter von den Stadtwerken und Polizeibeamte waren vor Ort. Die Helfer vom Roten Kreuz sorgten für die Verpflegung der vielen Helfer.

Bereits am Morgen hatte die Feuerwehr für eine Einsatzübung an der Grundschule Langenholthausen viele Atemschutzgeräte gebraucht. Nach dem Einsatz am Nachmittag waren die Vorräte erschöpft. „Jetzt sind wir absolut leer. Der nächste Einsatz dürfte jetzt nicht kommen“, sagte Winfried Reinken. In Iserlohn wurde deshalb umgehend Nachschub geordert.

Mindestens bis Mitternacht wird die Feuerwehr den Einsatzort im Auge behalten. Den Schaden schätzt Waldbesitzer Otto Busche auf mindestens 5000 Euro. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. acn

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