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Wahrzeichen von Mellen zurück an seinem Platz

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Von: Julius Kolossa

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Saniert und aufgehübscht wurde in den vergangenen Monaten das Entenhaus. Nun steht es wieder an seinem angestammten Platz im Mellener Dorfteich.
Saniert und aufgehübscht wurde in den vergangenen Monaten das Entenhaus. Nun steht es wieder an seinem angestammten Platz im Mellener Dorfteich. © Kolossa, Julius

An der wohl kleinsten Immobilie in Mellen wurde am Freitag groß gefeiert: das 2,50 Meter hohe Entenhaus, das auf einem 2,50 mal 2,50 Meter großem Podest steht, ist nach umfangreicher Restaurierung wieder an seinem Platz im Dorfteich am Burgbergweg.

Ortsvorsteher Daniel Schulze Tertilt (CDU) hatte die Helfer eingeladen, die seit Februar dafür sorgten, dass das Entenhaus nun wieder in neuem Glanz erstrahlt. Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) nahm als Ehrengast an der Feierstunde teil. „1976 wurde es durch die Buschkolonne aufgestellt“, wies Mühling auf die Historie des Entenhauses hin. „Mitte der 1990er-Jahre fand schon einmal eine Grundsanierung statt.“ Jetzt sei es wieder an der Zeit gewesen. „Die Demontage fand im Februar mit einem Kran statt – das Entenhaus brachte 680 Kilogramm auf die Waage.“

Im alten Feuerwehrhaus an der Sorpestraße machten sich die Dorfkümmerer zusammen mit weiteren Dorfbewohnern daran, das Mellener Wahrzeichen wieder aufzuhübschen. Dazu gehörten Erneuerungsarbeiten am Podest, am Wetterhahn, am Fachwerk, an der Verkleidung, an den Fenstern, den Eingängen und Arbeiten rund um die Zwischendecke. „Ja, dieses Entenhaus hat zwei Eingänge für zwei Ebenen, die von den Enten jeweils über eine Leiter zu erreichen sind“, erklärte der Ortsvorsteher dem Bürgermeister, „dass die Mellener an jedes Detail denken“. „Mehr als 300 Arbeitsstunden wurden investiert – dabei wurde der Heimatscheck vom Land als finanzielle Förderung dieses Projekts, der uns in Höhe von 2000 Euro bewilligt wurde, nur zur Hälfte ausgeschöpft, so dass wir die nicht beanspruchte Summe rücküberweisen werden.“

Dank an alle Helfer

Daniel Schulze Tertilt bedankte sich bei allen Helfern, vor allem den Dorfkümmerern: „Ihr seid eine ganz tolle Truppe.“ Dies bestätigte Bürgermeister Mühling: „Das war ein Gemeinschaftswerk mit der Mellener Besonderheit der Dorfkümmerer. Diese leisten mehr, als die Stadt leisten kann.“

Ortsvorsteher Daniel Schulze Tertilt (links) hatte die Helfer zu einer Feierstunde eingeladen.
Ortsvorsteher Daniel Schulze Tertilt (links) hatte die Helfer zu einer Feierstunde eingeladen. © Kolossa, Julius

Das Entenhaus sei ein Baustein für die Gestaltung des Gesamtensembles am Burgbergweg, wo neben dem neuen Feuerwehrhaus der Dorfpark mit Rundweg, Spielmöglichkeiten, Sitzflächen und auch zwei Wohnmobilstellflächen angelegt werden soll. Die Arbeiten sollen nach dem Schützenfest (6. bis 8. August) beginnen. „Außerdem wird eine Löschwasserentnahme am Dorfteich für die Feuerwehr installiert“, so Mühling.

Stadt investiert 1,1 Millionen Euro

Die Umgestaltung des alten Feuerwehrhauses an der Sorpestraße mit Platz für die Dorfjugend und die Dorfkümmerer schreitet ebenfalls voran; die Gewerke sind ausgeschrieben. Bürgermeister Hubertus Mühling: „Seit 2019 gibt die Stadt Balve für Mellen für das alte Feuerwehrhaus, den Dorfpark und das neue Feuerwehrhaus insgesamt 1,1 Millionen Euro aus.“

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