Wahlmüdigkeit erstaunt Seelsorger

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Pfarrer Andreas Schulte hofft, dass sich noch Kanditaten für die Pfarrgemeinderatswahl aufstellen lassen.

Balve - Mitmachen und mitentscheiden – in den Pfarrgemeinden St. Blasius Balve, Heilige Drei Könige Garbeck und St. Agatha Blintrop stößt das Motto der Gesamtpfarrgemeinderatswahlen am 9. und 10. November bisher auf wenig Interesse. „Aus diesen drei Gemeinden haben sich bisher keine Kandidaten zur Wahl gestellt“, berichtet Pfarrer Andreas Schulte im Gespräch mit unserer Zeitung.

Aber auch Spätentschlossene hätten noch weiterhin Gelegenheit, ihren Namen bis Samstag, 12. Oktober, auf die Wahlliste schreiben zu lassen. Dann aber geht nichts mehr: „Die Wahl findet statt, auch wenn vielleicht nicht alle Gemeinden in diesem zukünftigen Gremium vertreten sind.“

So schwarz will der Geistliche aber eigentlich nicht malen, denn besonders in den beiden Groß-Pfarreien hofft er noch auf Beteiligung. Auch Blintrop ist nach wie vor im Rennen, wenn von dort Frauen oder Männer bereit sind, „die Entwicklung kirchlichen Lebens für den gesamten Pastoralverbund zu prägen“. So wird die Aufgabe in der „Sonderausgabe: Wahlinfo zur PGR-Wahl“ beschrieben.

Pfarrer Andreas Schulte ist einigermaßen überrascht, dass dieser Aufruf überhaupt notwendig ist, hat er doch das Gemeindeleben im gesamten „Pastoralverbund Balve-Hönnetal“ als ein sehr lebendiges vor Augen. Er hat nur eine Erklärung für die plötzlich auftretende Wahlmüdigkeit einiger Gemeinden: „Vielleicht kann sich nicht jeder vorstellen, wie die Zusammenarbeit funktionieren kann.“ Auch deshalb stehen die Hauptamtlichen informierend zur Seite. Bisher haben sich acht Kandidaten zur Wahl gestellt, bis zu 20 können gewählt werden.

Unter dem Motto: „Ein Kreuz – grenzenlose Möglichkeiten!“ darf am zweiten Novemberwochenende gewählt werden. Jeder, der sich wählen lässt, bringt dann die Motivation mit, Ideen auszutauschen und Perspektiven zu entwickeln, an der Zukunft der Kirche mitzuwirken. „Jeder darf dabei mitmachen“, so Pfarrer Schulte. „Informationen gibt es in den Pfarrbüros.“ Weiter betont er: „Der Gesamtpfarrgemeinderat für den gesamten Pastoralverbund ist für alle da – diese Möglichkeit der Mitgestaltung wird angeboten; je mehr mitmachen, desto besser.“

Von Julius Kolossa

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