Kosten von rund 20.000 Euro

Während des Lockdowns: Garbecker Schützen sanieren ihre Halle

Umfassende Vorbereitungen müssen die Schützen für die Sanierung der Halle vornehmen. Da sind sie auf Mithilfe aus den Reihen der Mitglieder angewiesen.
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Umfassende Vorbereitungen müssen die Schützen für die Sanierung der Halle vornehmen. Da sind sie auf Mithilfe aus den Reihen der Mitglieder angewiesen.

„Noch nie waren wir Glaube, Sitte und Heimat so nah“, stellten Manfred Schwermann, Hubertus Schulte und Andreas Stüken am Freitag fest. Oberst, Vorsitzender und Schriftführer der Garbecker Schützen bereiteten mit Kassenwart Joachim Voigt die Baustelle in der Schützenhalle vor.

„Das Mittelschiff ist von der Firma Brolle komplett eingerüstet, und mit einem großen Plateau versehen worden, sodass wir sicher arbeiten können“, erzählte Oberst Schwermann unserer Zeitung. „Wir nehmen jetzt die letzten Vorarbeiten vor, so dass wir in dieser Woche mit dem Abschmirgeln beginnen können.“ Die gesamte Holzfläche an der Deckeninnenwand des Mittelschiffs soll erneuert werden; dafür haben sich 60 Helfer aus den Reihen der Schützen gemeldet. „Nur mit den Grünröcken wäre das nicht zu schaffen gewesen“, wies Schwermann darauf hin, dass die 28 Vorstandsmitglieder, die in ihren grünen Uniformen die Schützenbruderschaft repräsentieren, auf große Unterstützung der Mitglieder zählen können.

Schützenfest 2021: Kann gefeiert werden?

Stefan Rüth und Kirsten Bender habenkaum Gelegenheit gehabt, als Garbecker Königspaar in Erscheinung getreten. Ihren einzigen großen Auftritt hatten sie am Schützenfest-Montag 2019, als sich die neuen Regenten nach dem Vogelschießen im Festzug vorstellten. Dass 2020 wegen der Corona-Pandemie alle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, sorgte für eine Verlängerung der Amtszeit der beiden Majestäten. Und damit bleiben nach wie vor die beiden Daten im Raum stehen, an denen sich jeweils nachfolgende Könige gerne messen: 131 Schuss sind beim nächsten Mal zu unterbieten, die nötig waren, den Vogel in 68 Minuten abzuschießen.

„Wir wünschen uns gerne ein richtiges Schützenfest mit Schützenmesse, dem großen Festzug am Sonntag und unserem Vogelschießen am Montag – ein richtig tolles Fest, wie wir es immer gefeiert haben“, sagte Oberst Manfred Schwermann auf Nachfrage. „Aber wir müssen realistisch sein, und können und dürfen nur das umsetzen, was zu diesem Zeitpunkt in sechs Monaten zulässig ist.“ So sieht es auch der Vorsitzende Hubertus Schulte: „Es sieht zurzeit leider nicht gut aus, so dass wir nicht mehr können, als die Entwicklung abzuwarten.“ Manfred Schwermann ergänzte: „Wir gehen davon aus, dass kein großes Schützenfest möglich sein wird.“

Drei Monate werden für dieses Bauprojekt veranschlagt, bei dem die Helfer viel Abstand zueinander einhalten müssen. Joachim Voigt nimmt die Einteilung der Arbeitseinsätze vor, wozu Anwesenheitsliste und Maske gehören. „Wir haben jetzt die Chance, unsere Halle zu modernisieren in einer Zeit, in der keine Veranstaltungen stattfinden können“, sieht Hubertus Schulte ideale Bedingungen.

Helfer bringen vollen Einsatz

Jeder Helfer bringt dabei vollen Einsatz mit, denn das Abschleifen der Holzwände geht in die Arme. Joachim Voigt nahm sich die ersten Balken vor, und konnte dies bestätigen. Den Anstrich übernehmen dann die Garbecker Malerbetriebe Pütter und Haarmann. „Die Farbe wird auf die Beleuchtung abgestimmt“, so Hubertus Schulte. Denn während der Renovierung werden auch die Leuchtkörper ausgetauscht – vorbei sind dann die Zeiten der rechteckigen weißen Leuchten, auf denen einst noch „Iserlohner“ aufgeklebt war. „Unsere Schützenhalle soll direkt und indirekt beleuchtet werden.“

Manfred Schwermann von den Garbecker Schützen ist Glaube, Sitte, Heimat „ganz nah“.

Der Vorsitzende rechnet mit etwa 20 000 Euro an Gesamtkosten, wobei ein Großteil mit einem Bauzuschuss der Brauerei Krombacher finanziert wird. Der Eigenanteil in Höhe von etwa 5000 Euro wird den Rücklagen der Schützenbruderschaft entnommen.

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