„Sekundarschule ist die Zukunft“

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Knut-Michael Leimann, Rektor der St. Jacobus-Schule in Breckerfeld, referierte in Balve. ▪

BALVE ▪ Von Eltern für Eltern fand in der Aula des Schulzentrums eine Informationsveranstaltung zur Sekundarschule statt. Als Referent wurde Knut-Michael Leimann, Rektor der St. Jacobus-Schule – Evangelische Sekundarschule Breckerfeld, gewonnen.

Der Pädagoge stellte sein Schulkonzept vor. Er war auf Einladung der Elterninitiative für die Sekundarschule, die sich nach dem Informationsabend vor zwei Wochen initiiert hatte, nach Balve gekommen.

„Wir wollen keine politischen Äußerungen, wir wollen Informationen“, wies Christine Nasarewski bei der Begrüßung der 58 Teilnehmer von Seiten der Elterinitiative auf die Ziele des Abends hin. Dieser wurde zu einem großen Teil von Knut-Michael Leimann gestaltet, der schon am 10. Januar auf Einladung der Stadt Balve das Konzept vorgestellt hatte.

Seit 1998 ist er Rektor der Realschule in Breckerfeld, seit dem Schuljahr 2012/ 2013 zugleich Rektor der St. Jacobus-Schule. Breckerfeld hat 9000 Einwohner – über viele Jahrzehnte gehörten die Hauptschule und die Realschule zum Stadtbild. Ab 2005 wurde von Leimann und dem Schulträger, der Evangelischen Landeskirche, nach einem Weg gesucht, die Schullandschaft zukunftsfähig zu machen: „Der Träger sah für die Realschule keine Zukunft mehr“, so Leimann.

Seit dem vergangenen Schuljahr laufen beide Schulen aus, zeitgleich gibt es die Kooperative Sekundarschule mit Wahlmöglichkeiten zum Abschluss Haupt- und Realschule oder Gymnasium. „115 Anmeldungen lagen mir vor“, erzählte er. „Für 98 Kinder habe ich mich schließlich entschieden.“ Diese gehen in vier Klassen. Acht Arbeitsgemeinschaften wie Musik, Textil, Englisch oder Mathematik stehen als Wahlpflichtveranstaltungen zur Auswahl.

Zudem stellte Leimann das gemeinsamen Lernen in den Klasse 5 und 6 dar: „Grundschulklassen können noch zwei Jahre zusammen bleiben.“ Für Leimann zählt: „Gewöhnliche Schüler haben außergewöhnliche Fähigkeiten, die wahrgenommen und gefördert werden müssen.“

Für ihn sind Sekundarschulen die Zukunft – 42 sind in NRW im vergangenen Jahr entstanden, 14 davon im Regierungsbezirk Arnsberg. In der Diskussion mit den Eltern machte der Lehrer deutlich: „Wir haben alle Fächer besetzen können.“ Für Breckerfeld und alle anderen Schulen meinte er, dass das Kollegium von der bestehenden Schulform in die Sekundarschule hineinwachse.

Für Balve selbst können zur Zeit weder Angaben zur Besetzung der Rektoren-Stelle noch der Lehrer sowie des Stundenplans gemacht werden. Michael Bathe, Schulträger: „Die Genehmigung der Bezirksregierung wird in den nächsten Tagen erteilt. Und wenn die Zahl von 75 Anmeldungen erreicht ist, können wir mit den organisatorischen Arbeiten beginnen.“ In den Räumen der Realschule soll der Lernbetrieb dann stattfinden. 112 Kinder sind es insgesamt, die im nächsten Schuljahr von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln.

Eltern können ihre Kinder am Montag, 28. Januar, 14 Uhr, im Zimmer vier des Rathauses für die Sekundarschule anmelden. Danach sind Anmeldungen während der normalen Öffnungszeiten bis zum Dienstag, 5. Februar, um 12 Uhr möglich.

Sollte die Mindestanzahl von 75 Anmeldungen nicht erreicht werden, findet nach Rosenmontag das Anmeldeverfahren für die Haupt- und Realschule statt. - Julius Kolossa

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