Rademacher-Zwillinge sind seit 70 Jahren Musiker

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Ehrenvorstandsmitglied Eduard Runte (links) und der stellvertretende Vorsitzende Fabian Schulte (2. von rechts) vom Kreisvolksmusikerbund sowie der Balver Vereinsvorsitzende Christian Wulf (rechts) gratulierten Josef Rademacher zur 70-jährifgen Mitgliedschaft im Musikverein. Genauso lange ist sein Bruder Fritz dabei, der war aber erkrankt und konnte die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen.

Balve -  Die 79 aktiven Mitglieder des Musikvereins Balve tragen mit ihrem erhöhten Jahresbeitrag dazu bei, dass ihrem Verein eine sichere Einnahmequelle zur Verfügung steht, um die Kosten für das Musikhaus zu tragen. Von 42 stimmberechtigten Teilnehmern der Jahreshauptversammlung am Samstag stimmten zehn gegen den Antrag vom erweiterten Vorstand, den bisherigen Beitrag in Höhe von 40 Euro im nächsten Jahr auf 60 Euro und 2020 letztlich auf 80 Euro zu erhöhen.

„Das bedeutet nicht, dass wir uns nach der Beitragserhöhung zurücklehnen, sondern vielmehr weiter an der Auftrittsstruktur arbeiten“, betonte Christian Wulf, Vorsitzender, im Rahmen der fast 30-minütigen Diskussion über diesen Tagesordnungspunkt.

Beim Plettenberger und Oesberner Schützenfest stellen die Balver die Festmusik, weitere Feste sollen nach den Wünschen der Mitglieder dazu kommen. Mit diesen zusätzlichen Einnahmen soll das 21 Jahre alte Musikhaus als Ort der Begegnung für alle Vereinsmitglieder erhalten bleiben.

Der Vorsitzende berichtete über anstehende Arbeiten: Innenrenovierung, Errichtung eines neuen Zauns und eines Carports, Gestaltung der Außenanlage und Renovierung der Außenfassade. Im vergangenen Jahr wurden 5000 Euro in eine neue Heizung investiert. Christian Wulf sagte über den mehrheitlichen Beschluss, den Beitrag in zwei Jahren anzuheben: „Dieses Ergebnis habe ich erwartet.“ Die in der Diskussion ausgetauschten Argumente, auch die passiven Mitglieder oder die Jugendlichen mit höheren Beiträgen zu belasten, würden nun innerhalb des Vorstandes diskutiert.

Und in den Vorstand kam nach einem Wahlmarathon Bewegung. Carsten Maday stellte sich als 2. Vorsitzender nicht mehr zur Wahl und machte Platz für Tobias Platte. Dafür übernahm Maday das Amt des Fachwarts für Orchesterorganisation.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Dieter Heinze, der vier Jahre Geschäftsführer gewesen war. Für ihn wurde Julian Krüdewagen gewählt. Dieser war bisher Fachwart für Vereinsverwaltung; sein Nachfolger ist Moritz Lohmann.

Kassierer Frank Nickut, der Vorsitzende Christian Wulf, der neue 2. Vorsitzende Tobias Platte und der neue Geschäftsführer Julian Krüdewagen (von links) bilden jetzt den geschäfstführenden Vorstand des Musikvereins Balve.

Im Amt bleibt Sarah Jedowski als Fachwartin für Jugend und Ausbildung, ebenso Sebastian Potthoff für den Bereich Catering. Neu gewählt wurden drei Fachwarte: die Öffentlichkeitsarbeit wird jetzt Louisa Platte (vorher Pascal Schmitz) übernehmen, um das Inventar kümmert sich Nikolai Klein (bisher Michael Klein), um die Noten Alexander Fritz (bisher Tobias Jedowski).

Aufgrund einer einstimmigen Satzungsänderung wurde die Einsetzung eines neuen Fachwarts für Finanzen zur Unterstützung des Kassenwarts ermöglicht. Neu in dieser Funktion ist Benjamin Preuß.

Eine seltene Ehrung für 70-jährige Mitgliedschaft hatte der Verein für Fritz und Josef Rademacher vorbereitet. Die 83-jährigen Zwillinge waren 1948 in den Musikverein eingetreten. Beide hatten Anteil an der Errichtung des Musikhauses und auf der Klarinette und dem Saxofon an Erfolgen vieler Konzerte und Schützenfeste.

„Dahinter steckt eine Lebensleistung“, sagte Fabian Schulte, 2. Vorsitzender des Kreisvolksmusikbundes, bei der Ehrung. Er riet den Jugendlichen, die Rademachers als Beispiel für den Spaß an der Musik zu nehmen. Dem erkrankten Fritz Rademacher wurden die besten Wünsche ausgerichtet.

Seit 40 Jahren ist Michael Klein seinem Musikverein verbunden, seit 30 Jahre Frank Nickut. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Thomas Lindemann-Breucker und Andrea geehrt, für zehnjährige Vereinstreue Charlotte Stollberg, Daniel Griesenbruch und Hannah Fuhrmann.

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