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Vor schwieriger Zukunft: Bauverein St. Blasius gehen die Vorständler aus

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Von: Julius Kolossa

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Pastor Tobias Kiene (rechts) gehört dem Vorstand des Bauvereins als Geschäftsführer nach seinem Wechsel in den Pastoralen Raum Brilon nicht mehr an. Den Vorstand bilden nun noch (von links) Kassierer Franz-Josef Rauschepaul, Vorsitzender Wolfgang Lazer und 2. Vorsitzender Peter Hering.
Pastor Tobias Kiene (rechts) gehört dem Vorstand des Bauvereins als Geschäftsführer nach seinem Wechsel in den Pastoralen Raum Brilon nicht mehr an. Den Vorstand bilden nun noch (von links) Kassierer Franz-Josef Rauschepaul, Vorsitzender Wolfgang Lazer und 2. Vorsitzender Peter Hering. © Kolossa, Julius

Es geht um die Zukunft des Bauvereins St. Blasius in Balve. In spätestens drei Jahren müssen Nachfolger für drei Personen aus dem geschäftsführenden Vorstand her, um als Verein weiterhin handlungsfähig bleiben zu können.

Schon am Montag bei der Jahreshauptversammlung konnte das Amt des Geschäftsführers nach dem Ausscheiden von Pastor Tobias Kiene, der mittlerweile im Pastoralen Raum Brilon tätig ist, nicht neu besetzt werden. Kiene, der fünf Jahre lang in dieser Funktion für den Verein tätig war, hatte bereits 2019 bekannt gegeben, wegen der räumlichen Entfernung nach seinem Umzug nicht mehr weiter in diesem oder einem anderen Amt tätig werden zu können. Weil sich vorab kein Kandidat gefunden hatte und sich das auch während der Versammlung nicht änderte, bleibt das Amt des Geschäftsführers vorerst unbesetzt.

Und weitere vakante Posten im Vorstand deuten sich bereits an: Denn in einem Jahr stellt sich der 2. Vorsitzende Peter Hering nicht mehr zur Wahl, und 2023 will der Vorsitzende Wolfgang Lazer sein Amt zur Verfügung stellen. Beide sind seit 2015 in diesen Vorstandsämtern tätig und geben gesundheitliche Gründe für ihr geplantes baldiges Ausscheiden an.

Gedankenspiele über Fusion

Deshalb gab es bei der Versammlung am Montagabend erste Gedankenspiele über eventuelle Fusionen mit anderen Vereinen, wie zum Beispiel der Heimwacht. Denn auch dieser, so war von informierten Bauerverein-Mitgliedern zu hören, kämpfe mit ähnlichen Vorstandsproblemen. Doch ob und wann solch eine Kooperation realisiert wird, sei vorerst noch fraglich. Denn damit einher gehe der Verlust der Eigenständigkeit. Und diese will sich der Bauverein St. Blasius eigentlich weiterhin erhalten. Im Jahr 2008 wurde der Verein gegründet, der sich unter dem Motto „Pflegen, Schützen, Erhalten“ für den Erhalt der Bausubstanz der Balver Pfarrkirche St. Blasius einsetzt. Die größte Spende wurde bislang im Jahr 2016 für die Restaurierung der Malereien in der alten Kirche mit 10 000 Euro geleistet.

Weitere Investitionen seien, so Wolfgang Lazer, vorerst nicht vorgesehen. Sie sollen aber in Absprache mit dem Kirchenvorstand ermöglicht werden. Bis dahin sollen weitere Rücklagen gebildet werden, die sich aus den Mitgliedsbeiträgen und den Bauverein-Tragetaschen, die eventuell noch in diesem Jahr zum Verkauf angeboten werden sollen, ergeben.

Mitgliederzahl rückläufig

Auch die Zahl der Mitglieder war am Montagabend im Marienheim ein Thema – 79 gehören diesem Verein noch an. „Wir müssen wieder mehr an die Öffentlichkeit“, will sich der Vorsitzende mit dieser Anzahl, die erstmals seit 2011 wieder unter die 80er-Marke gerutscht ist, nicht abfinden. Aber noch sei wegen der Corona-Pandemie zu wenig möglich, um intensiv  Mitgliederwerbung betreiben zu können.

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