Vollsperrung des Hönnetals in den Ferien

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Durch das Eschentriebsterben werden die Bäume marode und können die Verkehrssicherheit gefährden. Daher wird das Hönnetal in den Herbstferien abschnittsweise voll gesperrt.

Balve - Autofahrer im Hönnetal müssen in den Herbstferien starke Nerven haben: Die Verkehrssicherung der Strecke erfordert weitere Baumfällungen, wie der Landesbetrieb Wald und Holz NRW nun mitteilte. Gemeinsam mit Straßen.NRW wird der Betrieb in den zwei schulfreien Wochen Teile der B 515 voll sperren.

In der ersten Woche ist laut der Pressemitteilung der Abschnitt zwischen Sanssouci und Volkringhausen an der Reihe. Ab dem 23. Oktober geht hier etwa eine Woche nichts mehr. Danach soll es mit kürzeren, abschnittsweisen Vollsperrungen durchs Hönnetal bis zum Abzweig Asbeck (L 123) gehen. Umleitungen werden eingerichtet. Zum Schulanfang am 6. November wird die Straße laut der Mitteilung wieder frei sein. Die Einsatzleitung liegt erneut beim Balver Förster Richard Nikodem.

Dieser hatte auch in den vergangenen Weihnachtsferien die Leitung der Maßnahme inne. Damals wurde bereits ein großer Teil der Gefahrenbäume beseitigt. Im Laufe des Jahres seien aber trotzdem wieder mehrere Bäume auf die stark befahrene Bundesstraße gestürzt, heißt es in der Mitteilung.

„Es ist nötig, die Eschen wegen des Eschentriebsterbens aus dem Straßenbegleitgrün fast vollständig zu entfernen“, begründet Wald und Holz NRW die lange Sperrung. Andere Baumarten wie Ahorn, Hainbuche oder Eiche sollen aber möglichst geschont und so ein völliger Kahlschlag des Strassenbegleitgrüns vermieden werden. Baumkontrolleure von Straßen.NRW legen derzeit konkret fest, welche Bäume die Forstarbeiter entnehmen sollen.

Als größter privater Waldbesitzer entlang des Hönnetals sei auch die Firma Lhoist an der Maßnahme beteiligt. Roger Mertsch, Förster des Unternehmens, lege einzelne Bereiche mit Altbuchen fest, die vollständig entfernt werden sollen.

Der Bestand im Eigentum der Stadt Balve am Eingang des Hönnetals bleibt hingegen weitestgehend erhalten. Hier würden nur einzelne Bäume entnommen. „Solch massive Maßnahmen würden im Wald nur in absoluten Ausnahmefällen durchgeführt. Aber entlang einer viel befahrenen Bundesstraße geht die Sicherheit nun mal vor. Außerdem werden alle größeren Freiflächen natürlich wieder aufgeforstet, das ist ja auch eine gesetzliche Vorgabe“, erklärt Revierförster Richard Nikodem die Notwendigkeit der Maßnahme. Ein Experte des Forstamtes überprüft die Bäume der Stadt Balve laut der Pressemitteilung regelmäßig auf ihre Standsicherheit und lege zu fällende Bäume fest.

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