Probleme bei Volkringhausener Schützen

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Bedauern bei den Volkringhausener Schützen: Zur Mitgliederversammlung waren nur wenige erschienen.

Volkringhausen - Klare Worte fielen bei der Mitgliederversammlung der Volkringhauser Schützen. So erfuhren die Mitglieder, dass ein Offizier seinen Rücktritt erklärt hatte. Der Zurückgetretene könne sein Amt nicht mehr wie erforderlich ausfüllen. Damit beträgt die Zahl der Volkringhausener Schützen jetzt 15.

Kritisiert wurde von der Versammlung die Art und Weise – so kurz vor dem Schützenfest sein Amt zur Verfügung zu stellen. „Das ist eine bittere Pille“, sagte Bernhard Neuhaus, Ehrenbrudermeister. „Das tut richtig weh.“

Mit Blick in die kleine Runde der Versammlungsteilnehmer sowie die geringe Teilnahme der Schützen am Arbeitseinsatz am vergangenen Samstag, wurde ein mangelnde Interesse festgestellt. Das „Wir-Gefühl“ gehe verloren, meinte Benno Cordes. Bernhard Neuhaus fragte: „Wo ist die Dorfgemeinschaft geblieben?“ Nur gemeinsam könne die Schützenhalle zukunftsfähig gehalten werden, sei sie doch der Ort des kulturellen Lebens.

Keine Antwort darauf wusste Stephan Neuhaus, der auf den „Full-Time-Job“ des Vorstands hinwies. Es gehe nicht nur um Vorbereitung, Durchführung und Aufräumen von Schützenfest, Hubertusfeier, Kinderschützenfest und auch Kleiderbörse. Auch die an die Schützenbruderschaft gestellten Anforderungen würden stetig mehr. „Es gibt genug zu tun“, bilanzierte er. Und weil die Schützenhalle inzwischen 40 Jahre, das Hubertusheim 45 Jahre alt ist, fielen auch dort immer wieder neue Arbeiten an. Aktuell geht es in der Halle um eine neue Heizungsanlage, die vor der Heizperiode installiert werden soll; danach hat das Dach Priorität.

Ob hierbei oder bei der Pflege der Außenanlagen – jeder Volkringhausener sollte seinen Beitrag leisten. „Lasst uns auf unser 100-jähriges Bestehen in 2020 hinarbeiten“, will Neuhaus auch die Jungschützen mit ins Boot nehmen, von denen nur einer an der Versammlung teilgenommen hat.

Im weiteren Verlauf der Versammlung stand das Programm des Schützenfestes im Mittelpunkt. Der erste Tag, Samstag, 26. Juli, beginnt um 16 Uhr mit dem Antreten an der Schützenhalle, Ständchen und um 18 Uhr folgt die Schützenmesse mit Präses Pastor Stefan Siebert in der St. Michael-Kapelle. Ehrungen für langjährige Mitglieder sowie die Jubelpaare Elisabeth Waltermann und Paul Reuß (†), vor 50 Jahren, Waltraud Noll und Alfred Noll (†) vor 40 Jahren und Josefa und Hubert Wiesenhöfer vor 25 Jahren findet um 19.30 Uhr statt. Danach steht der Schützenball mit den „Amigos“ an.

Zum Frühschoppen-Konzert mit dem Musikverein „Amicitia“ Garbeck um 10.30 Uhr sind alle am Sonntag eingeladen. Um 14.30 Uhr wird an der Schützenhalle angetreten, um das Königspaar Wolfgang und Roswitha Lamm abzuholen. Im Festzug marschieren neben den Schützen und den Garbecker Musikern auch das Trommlerkorps Eisborn und das Jugendorchester vom Musikverein Herdringen mit. Königstanz und Kindertanz finden ab 17 Uhr statt, der Schützenball ab 20 Uhr.

Das Vogelschießen beginnt nach dem Antreten um 9.30 Uhr. Erstmals wird auf einen Aar geschossen, der von Jan Steinschulte gebaut wurde. Um 16.45 Uhr wird es noch einmal offiziell, wenn zum Antreten aufgefordert wird, um das neue Königspaar abzuholen. Mit dem Königstanz um 18 Uhr und dem sich anschließenden Schützenball endet der dritte und letzte Schützenfesttag.

Als Schausteller wurde erstmals der Betrieb Anton aus Lippstadt mit Karussell, Süßigkeiten- und Wurfbude verpflichtet, in der Region hat er sich bereits beim Eisborner Schützenfest einen Namen gemacht. Stolz sind die Volkringhausener, die Garbecker Musik seit jetzt 30 Jahren als Festmusik bei ihrem Fest zu wissen. - von Julius Kolossa

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