VHS-Leiter Achim Puhl stellt sich in Balve vor

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Bürgermeister Hubertus Mühling (links), die Balver VHS-Mitarbeiterin Barbara Steinfort und VHS-Leiter Achim Puhl wollen ein attraktives Kursangebot für Balve. ▪

BALVE ▪ Achim Puhl leitet seit Oktober die VHS Menden-Hemer-Balve. Gestern stellte sich der 44-jährige Diplom-Pädagoge im Balver Rathaus vor. Dabei wurde deutlich, dass er das Angebot der Volkshochschule grundlegend überdenken will.

„Erwachsenenbildung und Soziale Arbeit begleiten mich mein ganzes Leben“, sagt Puhl. Seine Vita unterstreicht das. Nach Tischlerlehre und Studium arbeitete er bei einer VHS als Fachbereichsleiter für berufliche Bildung. Anschließend war er am Deutschen Institut der Erwachsenenbildung sowie am Institut für Sozialarbeit und -pädagogik tätig. Zuletzt leitete er eine VHS in der Nähe von München.

Ins Sauerland verschlagen habe ihn die neue Herausforderung. „Das ist eine Stelle, wo man etwas weiterentwickeln muss.“ In den vergangenen drei Wochen habe er geguckt, wie die VHS aufgestellt ist. Dabei beschäftigte ihn die Frage „Wie sind gesellschaftliche Strömungen in den drei Städten?“ Er kam zu dem Schluss: „VHS in Balve bedeutet sicher etwas anderes als VHS in Menden. Wir müssen uns fragen, was wollen die Menschen hier und was zieht Menschen von Außerhalb hierher?“ Puhl ist überzeugt: „Balve kann mit seinem Wohlfühlcharakter punkten.“

Bürgermeister Hubertus Mühling, der eine enge Zusammenarbeit mit dem VHS-Leiter anstrebt, will ein „Basispaket an Bildung und Lokalkolorit“. Das sieht auch Achim Puhl so: Für Spezialkurse, etwa zur beruflichen Bildung, müssten die Balver auch weiterhin nach Menden oder Hemer fahren. Kurse in den Bereichen Sprache, Gesundheit, Kultur und Sport seien hingegen selbstverständlich.

Puhl schwebt eine neue „Produktlinie“ für die drei Standorte der Volkshochschule vor. Unter der Überschrift „Hönne aktuell“ sollen in jedem Semester wichtige Themen der Zukunft aufgegriffen werden. In Absprache mit Hubertus Mühling soll es bei der ersten Podiumsdiskussion in Balve um die Vermarktung der Stadt im Bereich Tourismus gehen. „Die Frage, die dahinter steht, ist: Wer sind wir in Balve, was macht uns aus?“, so Puhl.

Bis gestern lagen der VHS in Balve übrigens 500 Anmeldungen für 63 Kurse – 13 davon beginnen erst im Januar – vor. Puhl: „Das ist ein Gegentrend zu Menden und Hemer. In Balve sind die Anmeldezahlen stabil. In den anderen Städten sind sie rückläufig.“ ▪ acn

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