So versucht Firma Rickmeier das Interesse für Technik bei Schülern zu wecken

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Die Firma Rickmeier ist eine der Stationen auf der Sommertour von Marco Voge (Mitte), der sich den Betrieb von Geschäftsführerin Christiane Schulz und Ausbilder Michael Volmer zeigen ließ.

Garbeck - Auf Sommertour zum Thema Ausbildung ist weiterhin der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Marco Voge. Jetzt machte Voge Station bei der Firma Rickmeier in Garbeck.

Hier werden ab dem 26. August sechs junge Menschen im gewerblichen Teil und einer in der Lagerlogistik ausgebildet. „Wir halten den Kontakt nicht nur in die weiterführenden Schulen, sondern sind bereits in der Grundschule aktiv“, sagte Ausbilder Michael Volmer zu der Situation auf dem umkämpften Ausbildungsmarkt. 

Mit sieben neuen Auszubildenden sei das seit 105 Jahren bestehende Unternehmen mit 230 Mitarbeitern für Pumpenherstellung in der Antriebstechnik, für Schiffsmotoren und auch Windkraft-Anlagen gut aufgestellt – für den kaufmännischen Bereich, aber auch für das duale Maschinenbaustudium hätten sich in diesem Jahr allerdings keine Interessenten gefunden. 

Projektwoche in der Grundschule

Vor zwei Jahren führte Rickmeier erstmals auch eine Projektwoche mit der Garbecker Grundschule durch, erhofft sich so langfristig einen Vorteil bei der Gewinnung neuer Azubis. Nach den Sommerferien findet die nächste Projektwoche statt. Dann werden mit den Grundschülern spannende Experimente durchgeführt: „Damit wollen wir das Interesse die Kinder für Technik wecken.“ Über die technischen Abläufe im Unternehmen informierte sich Marco Voge, der 1995 als Realschüler dort ein Praktikum als Technischer Zeichner absolvierte. „Es wurden damals aber keine Technischen Zeichner ausgebildet“, erinnert sich Voge, dass er schließlich in einem anderen Unternehmen als Auszubildender für Informationstechnologie seine berufliche Laufbahn startete. 

Christiane Schulz, Geschäftsführerin und Eigentümerin der weltweit tätigen Firma Rickmeier, nahm den Landtagsabgeordneten mit in alle Abteilungen, darunter auch den 2017 in Betrieb genommen Serienprüfstand. Diese 3,2 Millionen-Euro-Investition ermöglicht eine schnelle Überprüfung der hergestellten Pumpen einer Serie auf ihre Funktion. Vollautomatisch läuft der Vorgang ab, der an vier Arbeitsstellen durchgeführt wird. 

Internationale Märkte genau im Blick

Die Unternehmerin sieht sich damit auf dem richtigen Weg in die Zukunft, um effektiv und innovativ produzieren zu können. Sie weiß aber auch, dass die internationalen Märkte mit Blick auf die Entwicklungen der Zölle in China und den USA, und auch den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union durchaus auch in Garbeck ihre Auswirkungen haben können: „Wir beobachten dies ganz genau“, sagte Christiane Schulz.

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