Schützen: Dilemma in Volkringhausen

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Die Mitglieder der Schützenbruderschaft Volkringhausen haben allerhand Sorgen, was die Ausrichtung des Festes in 2018 angeht. Für 2017 ist allerdings alles bestens geplant.

Volkringhausen - „Wir stecken nach der Absage von Garbeck als Festmusik ab dem nächsten Jahr in einem Dilemma“, brachte Stephan Neuhaus, Brudermeister der Volkringhausener Schützen, am Mittwoch die Situation im Hubertusheim vor 54 Schützenbrüdern während der Mitgliederversammlung auf den Punkt.

Nachdem auf der Jahreshauptversammlung offiziell bekannt gegeben wurde, dass der Musikverein Amicitia Garbeck auf eigenen Wunsch nach 33 Jahren nicht mehr länger in Volkringhausen spielen will, fand sich ein Gremium aus elf Schützen ein, die sich auf die Suche nach einer Lösung des Problems machten. Diese, so Stephan Neuhaus, seien der Meinung, dass eine Vorverlegung des Schützenfestes auf Pfingsten dieses Fest attraktiver für mehr Besucher machen würde. Und auf die auch aus den umliegenden Orten komme es letztendlich an, hat Volkringhausen doch mit hohen Kosten zu kämpfen.

Während die Bierpreiserhöhung, die bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 40 Hektoliter für 800 Euro an Mehrkosten im Einkauf sorgt, mit einer auf diesem Fest vorgenommenen Anhebung des Bierpreises um zehn Cent auf 1,40 Euro weitgehend aufgefangen werden kann, wird die Schützenbruderschaft für das Kinderkarussell mit 700 Euro von der Schaustellerfamilie Anton zur Kasse gebeten. „Große Feste bekommen noch Geld, kleinere dagegen zahlen Geld dafür“, sagte dazu Stephan Neuhaus. Das Schützenfest 2017 ist noch unter Dach und Fach. Gefeiert wird es vom 22. bis 24. Juli. Die Garbecker Musiker sollen nach 33-jähriger Treue verabschiedet, das Eisborner Trommlerkorps für 60-jährige Verbundenheit geehrt werden.

Die Jubilarehrung findet im mittlerweile bewährten Rahmen unmittelbar nach dem Abmarsch von der St. Michael-Kapelle in die Schützenhalle statt. Zum vierten Mal hat Jan Steinschulte den Vogel gebaut, so dass einem vom Brudermeister erhofften schnellen Schießen nichts mehr im Wege stehe.

Nach diesem Fest gelte es, an Stellschrauben zu drehen, um weiterhin wie bisher an drei Tagen ein Schützenfest feiern zu können. Und dies wäre am Besten mit einem neuen Termin möglich. Von Pfingsten verspricht sich das Komitee mehr Besucher, die wegen der Feiertage dann auch genügend Zeit mitbringen können. Das Vogelschießen kann um das Jungschützenschießen bereichert werden, das Königspaar am Dorfpark abgeholt werden.

Dieses Wochenende an Pfingsten, betonte Stephan Neuhaus, sei das einzige, an dem keine Kollision mit anderen Schützenfesten anstehe. Und in Verbindung mit der Sternwallfahrt gelte es, eine einvernehmliche Lösung zu finden: „Keiner will dem Anderen ins Handwerk fuschen.“ Musik: Nur Absagen für Pfingsten 2018 Für Pfingsten 2018 lägen aber bisher nur Absagen von Musikvereinen vor. Inzwischen sei der Radius über die heimische Region hinaus erweitert worden.

Noch würde auf die Reaktion von sechs Vereine gewartet; einer habe ein Angebot für einen anderen Termin, das Wochenende nach Christi Himmelfahrt, abgegeben. Dass die Volkringhausener Schützen ein Problem mit der Schützenfestmusik haben, hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, wo für den Festzug am Sonntag keine dritte Kapelle gefunden wurde – und dies trotz 26 Anfragen. In diesem Jahr ist neben Garbeck und Eisborn auch Deilinghofen mit dabei.

Ob und wie die bisher gepflegten Traditionen wie Frühschoppenkonzert, Abendunterhaltung mit Band und Blasmusik sowie der Brückentanz auch zukünftig aufrecht erhalten werden können, wird sich ab dem nächsten Jahr zeigen. Stephan Neuhaus wies auf eine dafür kurzfristig einberufene außerordentliche Mitgliederversammlung hin, auf der der Termin für das künftige Schützenfest festgelegt werde. Dann kann über Pfingsten, aber auch über die Beibehaltung des vierten Wochenendes im Juli, oder aber einen anderen Termin abgestimmt werden: „Dann schaffen wir klare Verhältnisse.“ Und erst dann werde eine Festmusik gesucht.

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