Verkehrschaos hat ein Ende: Minikreisel auf der Sparkassen-Kreuzung freigegeben

Seit Mittwochvormittag ist der neue Kreisverkehr im Zentrum von Balve befahrbar.

Balve - Jetzt hat Balve auch in der Innenstadt einen Kreisverkehr – Bürgermeister Hubertus Mühling eröffnete diesen auf der Sparkassen-Kreuzung am Mittwoch vor viel Publikum aus Balve und auch aus Garbeck.

Jeder, der an diesem Morgen Zeit hatte, wollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Begonnen hatten die Arbeiten am 17. Juli mit dem Start der Sommerferien. Am Mittwoch wurden sie planmäßig fertiggestellt. Den zügigen und reibungslosen Fortgang der Arbeiten würdigte Mühling in seiner kurzen Eröffnungsansprache: „Das ist Rekord, was die Bauausführung und die Bauzeit anbelangt.“ 

Der Bürgermeister dankte der ausführenden Firma Meyer-Tochtrup, dem Unternehmen Signature und allen Subunternehmen für die zügige Durchführung. Dass am Ende alles gut und damit auch die zuletzt schwere Zeit für die heimischen Einzelhändler vergessen war, fand auch Rolf Biggemann, Vorsitzender des Balver Fachhandels, der sich bei den Bauarbeitern mit einem Fässchen Bier bedankte und sich zugleich auch entschuldigte für seine Kritik am angeblich zu langsamen Arbeitsfortschritt. 

Ein "historischer" Tag

Ina Friedrszik vom Haus Drei Könige schenkte Sekt an die Besucher aus; nicht jeder bekam ein Glas ab, waren es doch zu viele. Von einem „historischen Tag“ sprach Hubertus Mühling, der sich wünschte, dass dieser Kreisverkehr auch seine erhoffte Wirkung entfalte, sodass die Fachgeschäfte und die Innenstadt wieder einfacher zu erreichen sei. „Es liegt aber auch an uns Verkehrsteilnehmern“, nahm er jeden in die Pflicht, angemessen zu fahren. 

Entfernten gemeinsam die Absperrung und gaben damit den Kreisel für den Verkehr frei: (von links) Frank Lahrmann, Axel Heimann vom Märkischen Kreis, Volker Finger und Hubertus Mühling.

Dann könnten solch lange Staus wie am Dienstag wieder bis zur Helle auch der Vergangenheit angehören: „Es liegt an uns allen, diesen Kreisverkehr anzunehmen.“ Dieser sei so gebaut, dass Sattelzüge über den aus Gussasphalt bestehenden Mittelpunkt fahren dürfen. Nach seiner kurzen Rede gab er gerne die Fahrbahn frei, sodass der Verkehr endlich wieder störungsfrei durch das Zentrum von Balve rollen konnte. 

Komplex in der Abwicklung 

„Das ist eine kleinere Maßnahme“, sagte Volker Finger vom gleichnamigen Planungsbüro, über diesen Minikreisel, den sein Büro konzipiert hat. Und doch sei diese Baumaßnahme durchaus komplex in der Bauabwicklung gewesen. Vieles musste berücksichtigt werden an diesem Kreuzungsbereich, doch hätten dabei alle Beteiligten gut zusammengearbeitet.

Frank Lahrmann, Inhaber der Baufirma Meyer-Tochtrup, stellte fest, dass trotz der räumlichen Enge im Baustellenbereich alles gut verlaufen sei. Er lobte besonders die gute Unterstützung durch die Polizei: „Das ist nicht selbstverständlich.“ 

In den nächsten Tagen müssen noch einige Baustellenschilder, Masten und Ampeln abgebaut werden, sodass sich dabei stellenweise kurzfristige Verkehrsbehinderungen ergeben können. 

Gekostet hat der Kreisverkehr insgesamt 350 000 Euro. Finanziert wurde das Projekt komplett vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Kreis. Die Stadt Balve beteiligte sich mit 50 000 Euro für die Gestaltung der Bürgersteige.

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