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Für eine saubere Landschaft: 20.000 Kippen gesammelt

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Von: Julius Kolossa

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Mehr als 20 000 Zigarettenstummel haben die Mitglieder des Vereins Hönnetal im Wandel in rund eineinhalb Wochen eingesammelt.
Mehr als 20 000 Zigarettenstummel haben die Mitglieder des Vereins Hönnetal im Wandel in rund eineinhalb Wochen eingesammelt. © Kolossa, Julius

„Es sind mehr als 20 000 Zigarettenkippen zusammengekommen“, nennt Otmar Hermanns das Ergebnis der eineinhalbwöchigen Sammelaktion des Vereins Hönnetal im Wandel.

Balve - Am Krumpaul hatten die zwölf Vereinsmitglieder in der vergangenen Woche mit dem Einsammeln der Zigarettenkippen begonnen, hier präsentierten sie am Donnerstag auch die Müllsäcke, die prall gefüllt waren mit Zigarettenstummeln.

„Ich gehe davon aus, dass viele Mitmenschen einfach gedankenlos sind, wenn sie ihre Zigarette wegwerfen und nicht wissen, dass eine Kippe etwa 400 Liter Wasser vergiften und damit auch Pflanzen und Tieren schaden kann“, sagt Vereinsvorsitzende Sabine Biehs-Romann. Auf dieses Problem möchte ihr Verein mit der Aktion aufmerksam machen.

Mitglied Sigrid Weseloh erzählt: „Alleine auf dem Weg von der Schule bis zur Brücke nach Pickhardt und Gerlach habe ich 800 Kippen aufgesammelt.“ Diese Aktion sei sinnvoll gewesen, weil das Ergebnis bereits jetzt deutlich sichtbar sei: „Es liegen weniger Zigarettenkippen als vorher herum.“

„Irgendwie macht es süchtig, wenn man sich für Natur einsetzt“, sagt Vereinsmitglied Rolf Kruska zufrieden. Auch er ist ein Mann der ersten Sammelstunde – und auch er legt Zahlen vor: „Mit meiner Frau habe ich im gesamten Stadtgebiet etwa 9000 Kippen gesammelt.“ Besonders erfolgreich seien sie im Bereich der Hönnewiesen gewesen. „Und dort, wo überall Raucherpausen gemacht werden.“

In Absprache mit der Stadt, so Sabine Biehs-Romann, sollen mehr Aschenbecher aufgestellt werden, um den Zigaretten nach dem Aufrauchen den Weg in die Natur zu ersparen. „Denn das ist Müll“, hat sich Biehs-Romann beim Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) informiert. Und dieses Wissen wird mit Schautafeln auf dem Drostenplatz, an der Hauptstraße und vor der Blasius-Apotheke weitergegeben. So möchte der Verein allen Balvern einen Denkanstoß liefern.

Aber die Vereinsmitglieder sind sich auch bewusst: „Mit der einmaligen Sammelaktion ist es nicht getan, wir bleiben jetzt am Ball“, sagt Otmar Hermanns. „Wir werden auch künftig nicht lange suchen müssen, um Kippen zu finden“, ergänzt Sigrid Weseloh. Für Christian Wulf, Leiter des Balver Jugendzentrums, steht fest: „Unsere Jugendlichen können in die Aktion mit einbezogen werden, man kann sie sensibilisieren.“

Hönnetal im Wandel will sich des Kippen-Problems in Balve also auch weiterhin annehmen, die Stummel immer wieder einsammeln und einer fachgerechten Entsorgung zuführen. Der Verein wünscht sich dabei die Unterstützung weiterer Balver. Jeder könne mithelfen, sagt Sigrid Weseloh: „Ideal dafür ist ein Müllgreifer. Effektiv ist es aber auch, mit Handschuhen und Müllbeutel vorzugehen.“ Diese Arbeit sei zwar mühselig, doch letztendlich effektiv: „Denn so bleibt die Landschaft sauber.“

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