BBQ-Piraten laden zum Familienfest

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Ständig wurden die neuesten Grillerzeugnisse zum Probieren herumgereicht.

Garbeck - „Nur qualitativ hochwertiges Fleisch und nur frische Kräuter verwenden – und dann alles selbst zubereiten“, das ist das Geheimnis des perfekten Grillens. Das verriet am Wochenende während des Treffens der „Barbecue-Piraten“ (BBQ-Piraten) der erste Vorsitzende Holger Gies.

Der Verein veranstaltete am Garbecker Bahnhof ein fünftägiges Familienfest, bei dem etwa 15 Grills im Einsatz waren. Immer wieder wurden die neuesten Grillerzeugnisse zum Probieren herumgereicht: Wildschwein, Hähnchen, Bentheimer Schwein, Potthucke, Obstspieße, Brote und Gerichte aus dem Wok: Schweinelachsrolle mit Zwiebeln, Paprika, Bambussprossen, Fischsoße und auch Ananas.

Dass auch die Kinder wissen, wie eine gute Wurst gemacht wird, stellten sie mit ihrer selbstgemachten Wurst unter Beweis. Eineinhalb Stunden dauerte die Vorbereitung, den Wildschweinrücken mit dem Hausschweinrücken unter Zugabe von Salz, Pfeffer, Majoran, Rosmarin und Kreuzkümmel mit Hand- und Muskelkraft zu verarbeiten und am Ende durch den Fleischwolf zu drehen. Guido Grüters gab dem Nachwuchs die dafür erforderlichen Anweisungen, was mit 60 Würstchen und drei Frikadellen belohnt wurde. Dass auch die dazu gereichte Soße selbst gemacht war, versteht sich von selbst. „So schmeckt es am Besten“, sagte der zweite Vorsitzende Stefan Berg.

22 Grillbegeisterte gründeten am 9. Juni 2012 die BBQ-Piraten, seit dem 29. August 2013 sind sie ein eingetragener Verein. Ziel ist die Förderung und Erhaltung der Grillkultur. Auf Garbeck fiel die Wahl als Veranstaltungsort für das Jahrestreffen, weil Vereinsmitglied Guido Grüters hier schon mit einer Jugendgruppe zu Gast war. „Wir sind eigentlich ein Online-Verein“, sagt Holger Gies. „Auf unserer Homepage sind wir mit unseren 90 Mitgliedern ständig in Kontakt und tauschen unsere Grillrezepte aus.“ Und auch die Abstimmung über Garbeck fand im Internet statt. Mit einer Zustimmung von 99 Prozent fiel die Wahl auf das Dorf im Hönnetal. Allerdings sei der Preis für die Miete des Geländes so hoch, dass sich die passionierten Hobby-Griller eine erneute Veranstaltung zu diesem Kurs noch überlegen werden.

Mit der Größe und den damit gegebenen Möglichkeiten waren sie allerdings mehr als zufrieden. Während hier die Schälrippchen eingepinselt wurden und dort das Kachelfleisch vom Bentheimer Fleisch brutzelte, spielten die Kinder auf der Wiese Fußball, machten eine Luftballon-Rallye oder waren an der Luisenhütte. „Es ist schön hier im Sauerland“, nickten Stefan Berg und Holger Gies.

Als sich dann alle dann am Sonntag wieder auf den bis zu 350 Kilometer langen Heimweg machten, hatten sie geschätzte 120 Kilogramm Fleisch gegrillt – darunter ein Spanferkel. Etwa 150 Kilogramm an Holzkohle sind auf Temperatur gebracht worden, und an Beilagen (Gemüse, Obst und Brot) sind um die 80 Kilogramm gegessen worden. Bier musste nachbestellt werde und die Frauen hatten sich an einigen Flaschen an „Aufgesetztem“ und „Likörchen“ erfreut. Alles über die BBQ-Piraten und vor allem die Rezepte gibt es unter: www.bbq-piraten.de.  - Von Julius Kolossa

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