Verdienstorden für Schäfer, Schmidt und Noll

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Volkringhausens amtierendes Königspaar, Sandro und Monika Schwabbauer, war am Sonntagnachmittag der strahlende Mittelpunkt des großen Festzuges. ▪

VOLKRINGHAUSEN ▪ Der Auftakt des Schützenfestes in Volkringhausen ist gelungen. Das bestätigten Besucher, und auch Brudermeister Stephan Neuhaus hob das in seiner Begrüßung hervor. Besonders erwähnte er den Feldgottesdienst mit Pastor Stefan Siebert, dem neuen Präses der St. Hubertus-Bruderschaft.

Unter der Vogelstange landete Pastor Siebert er mit seiner Predigt einen Volltreffer, denn er verstand es, das Vogelschießen als Höhepunkt des Schützenfestes mit dem Sinn des Lebens zu verbinden: „Haben wir denn überhaupt das Ziel ins Visier genommen?“ Neben Geld, Gesundheit, Arbeitsplatz und Partnerschaft gehöre bei Christen auch das Bemühen um eine freundschaftliche Beziehung zu Gott dazu. „Dann haben wir den Vogel abgeschossen, und sind Königin oder König unseres eigenes Lebens“, sagte Pastor Siebert und gab den Schützen vier Tipps mit auf den Weg, wie sie den Meisterschuss landen können.

Gleich nach dem Gottesdienst boten der Musikverein Amicitia Garbeck und das Trommlerkorps Eisborn auf dem Bolzplatz den Großen Zapfenstreich dar. Im Anschluss daran ging das Fest in der Schützenhalle weiter. Dort hatte Brudermeister Stephan Neuhaus die in der Geschichte der St. Hubertus-Schützenbruderschaft seltene Ehre, einen dritten Geistlichen begrüßen zu dürfen – den inzwischen einen Monat im Amt tätigen Pastor Jürgen Bischoff. Dieser bot allen die Gelegenheit, mit ihm „auf Augenhöhe und nicht nur in der Kirche“ ins Gespräch zu kommen. Damit habe er sowohl in Büren als auch jetzt in Garbeck und Umgebung sehr gute Erfahrungen gemacht, wie er im Gespräch mit dem Süderländer Volksfreund erklärte.

Hier finden Sie viele Fotos vom Schützenfest in Volkringhausen:

Schützenfest in Volkringhausen 2010

„Sandro und Monika – Eure Regentschaft neigt sich dem Ende zu“, sprach Brudermeister Neuhaus das noch amtierende Königspaar an. „Ihr müsst noch einmal alles geben.“ Und das taten die scheidenden Regenten mit ihrem Hofstaat auch – die Vorlagen der Amigos und des Musikvereins Garbeck als Stimmungsmacher nutzend.

Ständchen gab es auch für die Jubilare. Erstmals wurden damit diejenigen geehrt, die der Bruderschaft seit mindestens 50 Jahren die Treue halten. Mit Orden dankte der Zweite Vorsitzenden Benno Cordes Willi Baumeister (60 Jahre), Paul Mühling, Günther Flessa und Horst Pätzold (50 Jahre). Auch die Königsjubilare wurden ausgezeichnet: Klemens Steinschulte, der vor 60 Jahren mit Elfriede Einsel regierte, Alfred Reinken und Rita Lampe (50 Jahre, Josef Plaßmann und Anita Butterweck (40 Jahre) sowie und Antonius Schwalke und Annette Ellinghaus (25 Jahre).

Amtsoberst Ferdinand Schulte zeichnete mit dem Orden für besondere Verdienste die seit 1998 aktiven Schützenbrüder Peter Schäfer (Königsoffizier) und Uli Schmidt (Zugführer) aus. Den Orden für Verdienste erhielt Matthias Noll, seit 2003 Königsoffizier. Eine Anerkennung für ein Vorstandsmitglied, das schon sämtliche Auszeichnungen erhalten hatte, übergab Stephan Neuhaus. Zu diesen Ehren kam Fahnenoffizier Reinhold Menge, der seit 1975 im Amt ist. Nachdem der Worte genug gewechselt und alle Orden verteilt worden waren, griffen die Amigos zu ihren Instrumenten und legten los. Erst am frühen Sonntagmorgen war für manche Besucher Feierabend.

Kondition bewiesen diejenigen, die sich auch das Frühschoppenkonzert am Sonntagmorgen nicht entgehen ließen. Im Festzug am Sonntagnachmittag ließen sich die Regenten noch einmal feiern. Doch nicht nur Sandro und Monika Schwabbauer marschierten mit ihrem Hofstaat mit. Auch das Beckumer Königspaar, Guido Honert und Tanja Thienel, war mit Gefolge dabei. In einer Kutsche nahmen Klemens Steinschulte und Elfriede Einsel sowie Alfred Reinken und Rita Lampe teil. Mit dem Musikverein Amicitia Garbeck, dem Trommlerkorps Eisborn und dem Spielmannszug Spiel voran Menden begleiteten drei Kapellen die Schützen auf ihrem Weg durch das Dorf. ▪ JK

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