„Dauerbrenner“ an der Luisenhütte

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Der Nachwuchs schnappte sich am vergangenen Wochenende die schweren Hammer, während die Älteren das Feuer bewachten und am Brennen hielten.

Wocklum - „Schmieden ist ein Dauerbrenner“, weiß Olaf Fabian-Knöpges, der seit fast zehn Jahren Kurse rund um das Schmiedehandwerk anbietet.

Der Museumspädagoge wies am Samstag und Sonntag vor der Luisenhütte zwölf „Lehrlinge“ in die Kunst dieses Handwerks ein, bei dem durch die Kraft des Feuers und gezielte Hammerschläge auf den darin zum Glühen gebrachten Stahl Messer und Feuereisen entstehen.

Dass dabei die Älteren die Aufgabe hatten, das Feuer durch Pumpen mit dem Blasebalg am Brennen zu halten, und nur die Jüngeren die 1000 oder 1500 Gramm schweren Hammer nutzten, war dabei durchaus beabsichtigt, hatte doch gemäß des Mottos: „Wenn der Vater mit dem Sohn...“ der Nachwuchs das Sagen.

Aus Holzen, Balve und auch Coesfeld kamen die Teilnehmer, die sich auch von dem Gewitter am Sonntag nicht aus der Ruhe bringen ließen. Nachdem Blitz und Donner vorbei gezogen waren und es nur noch regnete, kamen alle wieder aus dem sicheren Unterstand vor dem Museum hervor und machten sich wieder an die Arbeit. Nach und nach nahm das Messer seine Gestalt an.

Der Meister war immer an der Seite seiner Lehrlinge, denen er in diesem Kurs beibrachte, das Feuer zu führen, und das Eisen bei etwa 950 Grad schmiedefähig zu bekommen. Spitze und Klinge mussten geformt, das überflüssige Metall abgeschrotet werden. Mit viel Eigeninitiative kamen die Ergebnisse zustande, auf die alle stolz waren.

Nächster Schmiedekurs am 24. und 25. Juni

Der nächste Schmiedekurs „Eisen glüht, Schmiedekurs 1“ findet an der Luisenhütte am Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr für Anfänger ab 16 Jahren statt.

Anmeldungen unter www.maerkischer-kreis.de.

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