Schwerpunktschule nun in Garbeck

Die Garbecker Grundschule wird Schwerpunktschule. - Foto: jk

BALVE - Ganz kurz war Wahlkampf in der Sitzung für „Schule, Kultur, Soziales, Sport“ am Mittwoch, als zwischen Johannes Schulte (CDU) und Lorenz Schnadt (UWG) eine Grundsatzdiskussion über die vielleicht doch noch abwendbare Schließung der Grundschule-Langenholthausen möglich gewesen wäre.

Erst auf Antrag von Cay Schmidt (SPD), konnte der Ausschuss wieder zur Tagesordnung zurückkehren, das Wahlkampfgetöse erlosch.

Für die im Zuhörerraum sitzenden Grundschullehrerinnen, die diese Sitzung verfolgten, ging es um mehr: die Zukunft der Schule in Garbeck oder Beckum. Mit Langenholthausen eine alte Baustelle wieder aufzumachen, passte da nicht in die aktuelle Diskussion. Dunkle Wolken für Beckum sieht Schulleiterin Petra Köhler aufziehen, wurde doch einstimmig beschlossen, dem Rat der Stadt vorzuschlagen, die Grundschule „H. Dreikönige Garbeck“ zur Schwerpunktschule „Hören und Kommunikation“ zu bestimmen. Von allen Fraktionen wurde die räumliche Nähe nach Neuenrade betont. Heinrich Stüeken (UWG) stellt dabei fest: „Der Standort Beckum ist gefährdeter.“ Wie dem auch sei: Zur Zeit gibt es in Balve ein Kind mit diesem speziellen Förderbedarf. Michael Bathe, Fachbereichsleiter Schulwesen, stellte aber auch fest, „in Zukunft wird es keine Handvoll werden.“ Auch der Zufluss aus Neuenrade werde überschaubar bleiben.

Beckums Schulleiterin Petra Köhler konnte nach der Sitzung nur noch auf die Erfahrungen mit zwei erfahrenen Lehrern mit förderbedürftigen Kindern hinweisen – ändern kann sie diesen Pro-Garbeck-Beschluss nicht mehr. Zurückhaltend blieben dabei die Garbecker Grundschullehrerinnen, die sich einerseits freuten, andererseits aber auch Verständnis für das Kollegium der anderen Schule zeigten.

Eine Formalie gab es noch: Die Grundschule Balve wird ab dem neuen Schuljahr als „Gemeinschaftsgrundschule St. Johannes Balve“ bezeichnet. - jk

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