Urkunden für Weltmeister

Christa Knoop überreicht Stefan Buff die Urkunde zum Sportehrenpreis der Stadt Balve.

BALVE -  Diesmal dürfte dem Balver Stadtsportverband die Wahl der Mannschaft des Jahres 2012 leichter gefallen sein als in früheren Jahren. Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister – und das alles in einem Jahr. An dem Balver Segwaypolo-Team „Balver Mammuts“ führte diesmal kein Weg vorbei.

Wann hat es so etwas in Balve schon mal gegeben, fragte Volker Griese am Freitagabend während der Sportlerehrung in die Runde. Und wird es so etwas jemals wiedergeben, fügte er noch hinzu. So betonte Griese die Ausnahmestellung der Mammuts.

Erst 2004 fiel in den USA der Startschuss zu einer neuen Sportart, die an das klassische Polo-Spiel mit Pferden erinnert, die Vierbeiner aber durch moderne Fortbewegungsmittel ersetzt – die Segways, die dem Sport ihren Namen verliehen. Die Mammuts aus Balve zählten zu den Ersten ihrer Art und gelten in Deutschland als Segwaypolo-Pioniere. Sie sind aber nicht nur lange dabei, sie betreiben den Sport auch extrem erfolgreich. Gleich beim ersten Turnier, einer Europameisterschaft im kleinen Rahmen, belegten sie Rang vier. „Es wäre mehr möglich gewesen“, erinnern sich die Athleten, wenn das Event, das im Rahmen der Landesgartenschau in Hemer stattfand, terminlich nicht mit dem Balver Schützenfest kollidiert wäre.

Mit zunehmender Professionalität stellten sich auch regelmäßige Erfolge ein. Im Jahr 2012 gipfelte der Aufschwung im Triple. Sie triumphierten auf nationaler Ebene, stellten die kontinentale Konkurrenz in den Schatten – beim Heimspiel im Balver Reitstadion in Wocklum –und behauptete sich auch bei der Weltmeisterschaft in Stockholm. Im Juli diesen Jahres reisen die Mammuts nach Washington und peilen bei den dort ausgerichteten Weltmeisterschaften die Titelverteidigung an. „Wir suchen noch Sponsoren, die uns unterstützen wollen“, werben die Pioniere in eigener Sache, weisen aber zeitgleich eine beeindruckende Referenzliste vor.

Der Sportehrenpreis der Stadt Balve verlieh der Stadtsportverband in diesem Jahr an einen „Hans Dampf in allen Gassen“, wie die Verbandsvorsitzende Christa Knoop in ihre Laudatio für Stefan Buff einstieg – einem Vorzeige-Ehrenamtler. Seit seiner Jugend ist Buff in der Schießsportgruppe St. Sebastian Balve aktiv, stellte seine aktive Karriere in den Hintergrund und engagierte sich schon früh in der Vorstandsarbeit. Er begann als Waffen- und Gerätewart und arbeitete sich bis zum Vorsitzenden empor. Aktuell steht er dem Vorstand als zweiter Vorsitzender zur Verfügung. Neben seinen Tätigkeiten in Balve engagiert sich Stefan Buff auch auf Kreis- und Bezirksebene, war maßgeblich an der Errichtung einer „Talentinsel“ in Balve beteiligt und übt ein Traineramt in der Westfalenliga aus. Für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement bekam Stefan Buff den Sportehrenpreis verliehen.

Im Rahmen der Sportlerehrung nimmt der Stadtsportverband traditionell die Vergabe der Sportabzeichen vor. 58 erfolgreiche Athleten seien ein gutes Ergebnis, erklärte Michel Gödde und ergänzte, dass sich die Altersspanne diesmal von sechs bis 72 Jahren erstreckte. Am Wettbewerb der Grundschulen hätten 2012 nicht so viele Kinder wie erhofft teilgenommen. Das habe verschiedene Gründe, informierte der Stadtsportverband. Im Klassement der Grundschulen lagen die Langenholthausener diesmal mit 42,6 Prozent in Front. Auf dem Silberrang folgten die Schüler aus Garbeck, von denen 38,4 Prozent erfolgreich das Sportabzeichen ablegten. Die Grundschule Beckum kam auf 14,6 Prozent, Rang drei. - Markus Jentzsch

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