Unwetter in Balve: Eine Bilanz

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Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Viele Gullischächte in der Stadt Balve liefen über, das Wasser floss in die Keller von Wohn- und Geschäftshäusern.

Balve - Das Unwetter mit Starkregen und orkanartigen Böen am Montagabend hat die Helfer im Balver Stadtgebiet in Atem gehalten. „Insgesamt sind wir zu 48 Einsätzen gerufen worden“, berichtete Ernst-Rainer Schulte, Löschzugführer in Garbeck.

98 Einsatzkräfte – Mitglieder der Feuerwehr, des DRK und des THW – waren aktiv. „Dazu kamen 25 Kameraden der Neuenrader Feuerwehr. Sie standen am ehemaligen Krankenhaus in Balve bereit, um einzuspringen, falls es noch zu weiteren Feuerwehreinsätzen kommen sollte. Denn unsere Fahrzeuge waren alle im Einsatz und es wäre es schwer gewesen, bei Bedarf einen Wagen abzuziehen“, erklärte Schulte.

Das Wasser strömte nicht nur aus vielen Gullischächten, auch kleine Bäche liefen über. Auf vielen Straßen stand das Wasser, Keller von Geschäfts- und Privathäusern liefen voll. Zwischen Balve und Mellen stürzten Bäume um und blockierten die Fahrbahn. Autos konnten ihre Fahrt nicht fortsetzen, die Insassen blieben aber unverletzt, wie Schulte berichtete: „Zum Glück ist in der ganzen Zeit niemandem etwas passiert.“

Nachdem die Wehr zum ersten Mal um 18.34 Uhr ausrücken musste, hieß es nur acht Minuten später: „Stadtalarm“. Der Großeinsatz endete für viele Helfer gegen Mitternacht. „Einige waren sogar erst um 2 Uhr wieder zurück“, bilanzierte Schulte. Der Löschzugführer aus Garbeck war einer der vier Personen, die die Einsätze von der Zentrale im Feuerwehrgerätehaus aus Balve aus koordinierten. Gemeinsam mit Berthold Camminady, Christian Boike und Klaus-Peter Engel sorgte er dafür, dass die Helfer jeweils schnellstmöglich vor Ort waren. - cwi

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