Eisenbahn im Kleinformat

Unsichtbarer Bahnhof für Bahnstrecke im Kreis

Der ausgebildete Elektroniker Ludger Moog nimmt sich allem an, was mit Transformatoren, Kabeln und Schaltern zu tun hat.
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Der ausgebildete Elektroniker Ludger Moog nimmt sich allem an, was mit Transformatoren, Kabeln und Schaltern zu tun hat.

Seit 108 Jahren fährt die Eisenbahn durch das wildromantische Hönnetal. Längst gibt es die Nebenbahn aber auch als Miniaturausgabe. Modellbahnfreunde haben die Strecke nachgebaut, aber anders als ihre große Ausgabe wird sie irgendwie nie so richtig fertig.

Binolen ‒ Alfons Blumenkamp macht es Spaß, das Hönnetal neu zu gestalten. „Hier ist der Uhu-Tunnel“, stellt er selbigen dem Besucher vor. „Und hier der Haltepunkt Klusenstein mit dem Weg hinauf zur Burg Klusenstein.“ Im HO-Format für Modell-Eisenbahnfreunde hat er diese innerhalb der vergangenen neun Monate im eigenen Keller im Maßstab 1:87 entworfen. Im Binoler Bahnhof wird jetzt noch die Szenerie mit Schildern, Personen und Autos vervollständigt.

„Das sind wieder zwei neue Elemente für unsere Modellbahn“, erzählt der 73-Jährige. Und an dieser arbeitet der gelernte Modellschreiner immer wieder gerne mit – wobei „unsere Modellbahn“ inzwischen Ausmaße angenommen hat, die jeden Keller oder Dachboden sprengen. Etwa 50 Meter ist sie lang, wenn die 47 Elemente miteinander verbunden worden sind. Dafür ist seit 2012 die Modellbahngruppe der Eisenbahnfreunde Hönnetal zuständig; Alfons Blumenkamp ist ein Mitbegründer dieser seit 1988 gegründeten Abteilung, die seit acht Jahren jeweils zwischen Weihnachten und Silvester im Binoler Bahnhof ihre Modellbahn für die Öffentlichkeit zugänglich macht.

Unspektakulär, aber zweckmäßig

Im Bahnhof ist Blumenkamp inzwischen mit Detailarbeiten an seinen neuesten Werken beschäftigt, während Ludger Moog als ausgebildeter Elektroniker sich allem annimmt, was mit Transformatoren, Kabeln und anderen Verbindungen oder Anschlüssen zu tun hat. „Die Steuerung kann immer optimiert werden“, weiß er um seine Aufgabe.

Der 73-jährige gelernte Modellschreiner Alfons Blumenkamp arbeitet daran, die Modelleisenbahnanlage für die große Schau zum Jahresende vorzubereiten. Ob dieses Jahr trotz Corona gefahren werden kann, steht aber noch nicht fest.

Und diese schließt ab diesem Jahr auch den Schattenbahnhof ein. „Aus diesem fahren alle unsere Dampfloks und Schienenbusse vom Uhu-Tunnel bis nach Neuenrade und zurück“, sagte dazu Alfons Blumenkamp. Auch dieser Bahnhof ist von ihm entworfen worden. „Unspektakulär, weil die Züge und Wagen hier nur stehen müssen, und für den Betrachter nicht so sehenswert wie die restliche Anlage, aber zweckmäßig.“

Nächstes Projekt schon in Planung

Jetzt wird übergangslos ins Gelände gefahren. Blumenkamp: „Es ist nun alles so, wie es sein muss.“ Für die Details, die neuen Module der im Stil der 60er-Jahre gehalten Modellbahn-Anlage anzupassen, nimmt er sich noch etwas Zeit. „Ab Mitte November soll der Aufbau stattfinden – ob allerdings dann auch dieses Jahr wieder offiziell gefahren werden kann, das steht noch nicht fest.“ Die Modellbahner gehen mit der Zeit, und wissen, dass sie wegen der Corona-Pandemie „auf Sicht fahren müssen, was an Besuchern zulässig ist.“

Für Alfons Blumenkamp steht aber bereits jetzt schon fest, dass er mit seinen selbst gebauten neuen Elementen die letzten beiden und damit 37 für die Anlage beigesteuert hat. „Der Güterschuppen lässt keinen weiteren Spielraum mehr zu – nur noch Ausbauen ist möglich.“ Und doch hat er bereits das nächste Projekt im Blick: „Die Platthauskurve, in der die Gastwirtschaft Haus Platthaus stand, könnte ich noch anfügen.“

Doch diese soll erst im nächsten Jahr realisiert werden, dieses Jahr steht erst der Aufbau der Modellbahnanlage an. Ob diese dann wieder vom 27. bis 30. Dezember jeweils von 13 bis 17 Uhr in Binolen geöffnet sein wird, das muss noch abgewartet werden.

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