Gold ist das Ziel

„Unser Dorf hat Zukunft“: Jury schaut sich in Mellen und Eisborn um

Die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ schaute sich am Dienstag in Mellen und auch in Eisborn um. Beide Dörfer hoffen auf die Gold-Auszeichnung.
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Die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ schaute sich am Dienstag in Mellen und auch in Eisborn um. Beide Dörfer hoffen auf die Gold-Auszeichnung.

Der leichte Regen am Dienstagmorgen sorgte dafür, dass die Straßen und Wege in Eisborn und Mellen noch einmal gereinigt wurden, so dass die beiden Balver Ortsteile in bestem Glanz erstrahlten, als wenig später – und mittlerweile bei Sonnenschein – die Wertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ anreiste.

„Wir haben mitgekriegt, dass Eisborn und Mellen die Goldmedaille anstreben“, zeigte sich der Vorsitzende der Jury, Kreisheimatpfleger Rolf Klostermann, im Gespräch mit der Redaktion erfreut über die hoch gesteckten Ansprüche. So war er gespannt auf das, was ihm und seinen 16 Kommissionsmitgliedern in beiden Orten geboten wurde.

Eisborns Ortsvorsteherin Pia Spiekermann und Mellens Ortsvorsteher Daniel Schulze Tertilt (beide CDU) übernahmen die Führungen durch ihr Dorf, wobei für die Jurymitglieder viel Gelegenheit bestand, sich Notizen zu machen. Rolf Klostermann: „Bewertet werden Dorfkonzepte, Dorfgemeinschaft und Dorfgestaltung. Hier ist jedes Dorf anders aufgestellt. Und das wiederum macht es interessant, wo jeweils die Schwerpunkte gesetzt werden.“ Insgesamt elf Dörfer im Märkischen Kreis wurden und werden von Montag bis Mittwoch bereist. „Es sind vier Dörfer weniger als bei den vergangenen Wettbewerben von ,Unser Dorf hat Zukunft’, aber es ist immer noch eine zufriedenstellende Teilnehmerzahl“, so Klostermann.

Kommission soll sich vor Ort wohlfühlen

Dass den Einwohnern viel daran gelegen ist, dass sich die Wertungskommission bei den Kurzbesuchen in den Dörfern wohlfühlt, stellte sich vor Ort heraus. Es sind in Eisborn und Mellen die vielen Vereine, in denen sich Alt und Jung einbringen können, aber auch das Benefizturnier, das im Sommer 2019 für die am seltenen Rett-Syndrom leidende Franziska Michael stattfand, und von dem das Dorf in seinem Zusammenhalt noch heute profitiere. Pia Spiekermann stellte diese Veranstaltung als herausragend dar, während ihr Pendant Daniel Schulze Tertilt auf den Babywald an der alten Vogelstange in Mellen hinwies.

Ortsvorsteherin Pia Spiekermann führte die Kommission durch Eisborn. Eine Station war dabei auch die umgebaute St.-Antonius-Kirche, auf die die Eisborner besonders stolz sind.

Bisher gingen 40 Anmeldungen für den im November terminierten Pflanztag ein, an dem für neue Erdenbürger aus Balve (ab dem Geburtsjahr 2019) ein Baum gepflanzt werden kann. Der Sportplatz und der Kaminraum lagen für die Kommission hier auf dem Weg, der auch auf den Dorfplatz führte. Hier wurden die beiden Borkenkäferwanderwege vorgestellt.

Abschluss am Feuerwehrgerätehaus

Weitere Stationen in Mellen waren der Landmarkt, der sich als Lebensmittelversorger einen Namen gemacht hat, und final das neue Feuerwehrgerätehaus, in dessen Nähe demnächst der Generationenpark entstehen soll.

Auch in Mellen machte die Kommission einen Rundgang durch das Dorf.

Sie bekamen viel Neues zu sehen, die Kommissionsmitglieder. So in Eisborn die am 4. Advent 2019 eingeweihte St.-Antonius-Kirche mit ihrem „Raum-in-Raum“-Konzept. Denn hier bilden Gemeindesaal und Kirchenraum eine Einheit. „All dies ist beispielhaft“, so Reinhard Broich, der als Mitglied des Kreiskulturausschusses Teil der Jury ist. „Hier wird bürgerschaftliches Engagement und Ideenreichtum sichtbar.“ Die Kulturausschussvorsitzende Renate Schulte-Fiesel sagte: „Dieser Wettbewerb ist eine sehr gute Gelegenheit, die Schönheiten unserer Region zu präsentieren.“

Wo kann am Mittwoch angestoßen werden?

Zwei Dörfer werden noch am Mittwoch, 1. September, bereist, dann zieht sich die Jury zur Beratung zurück. „Die Ergebnisse über die Platzierungen stehen am Mittwochnachmittag fest“, teilte Rolf Klostermann auf Nachfrage der Redaktion mit. Wer dann nach Bekanntgabe mit Sekt anstoßen wird, bleibt bis dahin ein streng gehütetes Geheimnis.

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