Kreissieg geht nach Halver

„Unser Dorf hat Zukunft“: Darum hat es für Mellen und Eisborn nicht zum großen Wurf gereicht

Die Wertungskommission schaute sich am Dienstag in Mellen um – und setzte den Balver Ortsteil in seiner Kategorie schließlich auf Rang eins.
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Die Wertungskommission schaute sich am Dienstag in Mellen um – und setzte den Balver Ortsteil in seiner Kategorie schließlich auf Rang eins.

Zum großen Wurf beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat es für Mellen und Eisborn nicht gereicht.

Denn die Auszeichnung für den Kreissieg vergab die Wertungskommission an Oberbrügge-Ehringhausen in Halver. Damit darf dieses Dorf den Märkischen Kreis 2022 beim Landeswettbewerb vertreten.

Mellen kann sich wenigstens mit Platz eins in der Kategorie der Dörfer unter 1000 Einwohner trösten. Eisborn kam hier nur auf Platz drei und landete damit auch noch hinter Hemer-Frönsberg. Mellens Ortsvorsteher Daniel Schulze Tertilt (CDU) war zufrieden mit dem Abschneiden seines Dorfes. „Dieser 1. Rang ist eine tolle Platzierung – und vor allem eine Wertschätzung und Entschädigung für die geleistete Arbeit.“ Auch wenn es zum Kreissieg und damit zur Teilnahme an der nächsten Runde nicht gereicht habe, freue er sich auf die Ende des Monats stattfindende Preisverleihung im Siegerdorf: „Dann werde ich mal sehen, was der Sieger richtig gemacht hat.“

So begründet die Jury ihre Entscheidung

Rolf Klostermann, Kreisheimatpfleger und Vorsitzender der Jury, berichtete schon am Mittwochabend, was letztlich den Ausschlag für Oberbrügge-Ehringhausen gegeben hat: „Die Kriterien des Wettbewerbes wurden dort in herausragender Weise präsentiert und erfüllt. Auch das Engagement vor Ort hat vollends überzeugt.“ Kriterien sind unter anderem die Dorfkonzepte, -gemeinschaft und -gestaltung.

Der Wettbewerb

Elf Ortschaften haben sich im Rahmen des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ um den Titel beworben: Neben Eisborn und Mellen, Oberbrügge-Ehringhausen (Halver), Frönsberg, Ihmert (beide Hemer), Elsen (Herscheid), Hemberg (Iserlohn), Dahle (Altena), Halingen, Hüingsen und Lürbke (alle drei Menden). Besucht hat die Bewertungskommission die Orte von Montag bis Mittwoch. Direkt im Anschluss fällte die Jury am Mittwoch im Ständesaal des Kreishauses II in Altena die Entscheidungen. 

Daniel Schulze Tertilt konnte der Teilnahme an dem Wettbewerb aber auch abseits der Platzierung etwas Positives abgewinnen: „Die Vorbereitungen auf den Besuch der Wertungskommission haben den Zusammenhalt in Mellen gestärkt.“

Enttäuschung in Eisborn

Glückwünsche an Schulze Tertilt und sein Dorf für die Goldauszeichnung in der Kategorie bis 1000 Einwohner kamen vom Drittplatzierten aus Eisborn, wo sich Ortsvorsteherin Pia Spiekermann (CDU) enttäuscht über die eigene Platzierung zeigte: „Ja, wir hatten uns mehr erhofft.“ Auch Daniel Schulze Tertilt hatte Eisborn weiter oben im Ranking erwartet: „Deren 3. Platz überrascht mich, denn nachdem die Eisborner Präsentation von der Jury noch bei uns in Mellen gelobt wurde, hätte ich mich einer höheren Platzierung gerechnet.“

Mit dem 3. Rang gelte es sich nun abzufinden, meinte Spiekermann: „Dabeisein ist alles – und es war interessant, teilzunehmen.“ Auch in Eisborn hätten die Vorbereitungen für eine Verbesserung des Zusammenhalts gesorgt. „Wir nehmen beim nächsten Mal wieder teil“, versprach Spiekermann deshalb. Eine weitere Teilnahme kann sich auch Schulze Tertilt für Mellen vorstellen.

Auch Menden-Lürbke Kategoriesieger

Oberbrügge-Ehringhausen sicherte sich übrigens nicht nur den Gesamtsieg, sondern auch Platz eins bei den Dörfern über 1000 Einwohner. Bei den Dörfern bis 500 Einwohner setzte sich Menden-Lürbke durch.

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