Unappetitliches Schützenfest-Nachspiel in Balve:

Anschlüsse vertauscht: Fäkalien in der Hönne

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In die Hönne sollen während des Schützenfestes Fäkalien eingeleitet worden sein.

Balve - Für die St. Sebastian-Schützenbruderschaft Balve hat das Schützenfest wahrscheinlich noch unangenehme Nachwirkungen: Gegen den Verein ermitteln die Behörden wegen des Vorwurfs der Gewässerverunreinigung. Während des Schützenfestes sollen Fäkalien in die Hönne gelaufen sein.

Zwischen dem 14. und 16. Juli sei es an der Hönne im Bereich der Helle zu einer Gewässerverunreinigung gekommen, teilte die Polizei am Freitag mit. Nach bisherigen Erkenntnissen seien im Rahmen des Schützenfestes Fäkalien aus einem Toilettenwagen in das Gewässer geflossen. Augenzeugen haben wohl auch Toilettenpapier im Fluss entdeckt.

Christoph Rapp, Vorsitzender der Schützenbruderschaft, war angesichts dieser Vorwürfe einigermaßen ratlos: „Natürlich sehe ich mich als Vorsitzender in der Pflicht. Ich weiß aber gar nicht, was jetzt auf mich zukommt“, sagte er.

Immerhin hat er eine Erklärung dafür, wie das stinkende Abwasser aus dem Toilettenwagen, der vor dem Eingang zum Höhlenvorplatz platziert war, in die Hönne gelangt sein dürfte. Der Aufsteller der mobilen Bedürfnisanstalt, mit dem die Bruderschaft schon seit einigen Jahren zusammenarbeite, habe offensichtlich die Anschlüsse für Oberflächen- und für Schmutzwasser verwechselt.

Das sei auch im Laufe des Schützenfestes bereits festgestellt worden. Wann genau es aufgefallen ist, konnte Rapp aus der Erinnerung nicht sagen.

Die zuständigen Behörden seien informiert worden, sie hätten ihre Ermittlungen aufgenommen, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch Gewässerproben sollen genommen und der Uferbereich der Hönne gesäubert werden.

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