Jahreshauptversammlung des Sportvereins

Rot Weiß Mellen stellt die Zeichen in Richtung Zukunft

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Konzentriert verfolgten die Mitglieder des Sportvereins Rot Weiß Mellen die Erläuterungen des Vorstandes zur Neugestaltung der Vereinsstatuten.

Balve - Wieder gemeinnützig ist der Traditionsverein Rot-Weiß Mellen: Weil nach der alten Satzung der Status der Gemeinnützigkeit nicht mehr anerkannt wurde, mussten neue Statuten her. Der Vereinszweck wird jetzt so umschrieben, dass die „gemeinnützige Gemeinschaft zur Pflege des Sports“ hervorgehoben wird. Damit hat der Zeichen ein deutliches Zeichen in Richtung Zukunft gesetzt.

Weitere überarbeitete Paragraphen regeln jetzt, dass der Vorstand über Ausgaben bis 4000 Euro im Sinne des Vereins verfügen darf, und dass zum Beirat mindestens vier Mitglieder gehören, deren Aufgaben die Jugend- und Seniorenarbeit sowie die Sportheimverwaltung beinhalten. Während der Jahreshauptversammlung am Samstag wurde die überarbeitete Satzung mit 25 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Zur Kenntnis genommen wurden die sportlichen Jahresberichte, sodass die 28 Spieler der 1. Mannschaft unter der Leitung von Benjamin Griese in der Kreisliga D tätig sind. Im männlichen Jugendbereich nehmen neun Mannschaften am Spielbetrieb teil, im Mädchenfußball wird mit der SG Balve/Garbeck gemeinsam eine Mannschaft gestellt.

Die Jahresvorschau sieht zunächst das Osterfeuer am 1. April ab 18 Uhr als Familienfest vor. Der Saisonabschluss wird am 26. Mai gefeiert, das Freizeitturnier findet am 31. Mai statt. Saisoneröffnung und zugleich Burgberglauf sind für den 2. September geplant; und auch am Martinsmarkt am 11. November wollen die Sportler teilnehmen. Nicht zufrieden sind diese mit dem Zustand des Naturrasenplatzes. Aufgrund der unregelmäßigen Pflegeintervalle im vergangenen Jahr sei der Platz auch bei gutem Wetter kaum nutzbar, dazu kommen durch Wühlmäuse verursachte Hügel und Krater.

Gerne möchte der Verein die Stadt Balve in die Pflicht nehmen, das Spielgelände wieder als solches herzurichten – und zwar nicht erst (wie vorgesehen) 2020 instandzusetzen. Mindestens aber soll die Stadt den Sportlern einen Ausweichplatz zur Verfügung stellen.

„Wir wollen im Ligabetrieb bestehen bleiben“, sagte dazu Trainer Benjamin Griese. Eine bisher genutzte Soccerhalle sei keine Dauerlösung und kein Ersatz für Training auf Kunstrasen. Die Mellener wollen nun bei den Hövelern anfragen, ob sie auf deren Gelände trainieren können.

Verabschieden werden sie sich aber von den Gedanken an einen eigenen Kunstrasenplatz. Jugendbetreuer Otmar Hermanns berichtete über Vereine in der Umgebung und legte beeindruckende Zahlen auf den Tisch: Um die 400 000 Euro müssten investiert werden, wobei fraglich sei, ob die Stadt einen Anteil dazu leiste. In der Vergangenheit seien Langenholthausen, Garbeck und Balve jeweils mit um die 125 000 Euro bedacht worden.

Und schon bei der Erstellung des neuen Platzes müssten bereits Rücklagen gebildet werden, um nach 15 bis 20 Jahren eine neue Schicht auflegen zu lassen. Diese müsse mit etwa 120 000 Euro veranschlagt werden. Außerdem kämen viel Eigenarbeit und vor allem die Suche nach Sponsoren hinzu. „Ein Kunstrasen hört sich wunderbar an“, so Hermanns. „Er ist aber für unser kleines Dorf in keinster Form zu stemmen.“

Es wurde viel diskutiert an diesem Abend im Vereinsheim, so auch über die Kommunikation zwischen Vorstand und Mannschaft. Nach zwei Stunden und 23 Minuten beendete Klaus Linnepe die Versammlung, „eine der längsten in der Vereinsgeschichte“.

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